"KURIER"-Kommentar von Christoph Kotanko: "Lehrer und ihre Feinde"

Die Schuldebatte hat neuen Schwung: Er sollte für eine bessere Schule genützt werden.

Wien (OTS) - Aus der Schulzeit seien ihm nur die Bildungslücken geblieben, murrte einst der geniale Maler Oskar Kokoschka. So hat jeder Erinnerungen an die Schule. Dem entsprechend persönlich gefärbt sind die Urteile bei sämtlichen Schuldebatten.
Die Bildungsdiskussion bekommt nun neuen Schwung. Im Donnerstag-KURIER wurde das jüngste Buch des eigenwilligen bürgerlichen Denkers Andreas Salcher vorgestellt: "Der talentierte Schüler und seine Feinde". Seither gab es in der Redaktion ungewöhnlich viele Reaktionen (siehe Seiten 4, 5). Auch beim ORF-Radio meldeten sich zahlreiche Anrufer. In der Mehrzahl äußerten sie sich kritisch über bestimmte Pädagogen; es meldeten sich aber auch Lehrerinnen und Lehrer, die sich zu Unrecht attackiert fühlen.
Salchers Forderungen leuchten ein: Harte Auswahl von Lehramtsstudenten, Leistungsbewertungen, gute Gagen für gute Lehrer, mehr Möglichkeiten für Schulleiter, weniger Einfluss für die Lehrergewerkschaften.
Das sind vernünftige Vorschläge. Die guten Lehrer sollten sich nicht von jenen Interessenvertretern als Geiseln nehmen lassen, die keine anderen Interessen als ihre eigenen vertreten.
Das sind die wahren Feinde einer besseren Schule.

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