Anschober: "Passivhausstandard in Oberösterreich wird verbindlich ab 2012/2013 eingeführt, sofern Evaluierung positiv ist"

Linz (OTS) - Am Rande der Eröffnung der Energiespar-Messe in Wels geben Wohnbau-Landesrat Dr. Hermann Kepplinger und Umwelt-Landesrat Rudolf Anschober bekannt, dass sich die Verhandlungsparteien im Zuge der Novellierung der Wohnbauförderung auf eine Zusatzvereinbarung zur Überprüfung des Passivhaus-Standards geeinigt haben.

Die Einigung, die von Kepplinger, Anschober und den Landtagsabgeordneten Stelzer, Wageneder und Kapeller unterzeichnet wurde, besagt, dass Oberösterreich nach der aktuellen Absenkung der Energiekennzahl als Fördervoraussetzung, die in der neuen Wohnbauförderung bereits festgeschrieben ist, auf Niedrigstenergiestandard ab 2010/2011 als nächsten Schritt Passivhausstandard einführen wird, falls eine Evaluierung positiv ausfällt.

Eine erste Studie widmet sich den Baukörpern in der Solar-City Pichling, wo bereits im Zuge der Errichtung ein Forschungsauftrag zur Evaluierung der dortigen Bauweisen in Auftrag gegeben wurde. Besonders für den Bereich der Eigenheime wurde vereinbart, dass das Wohnbauressort in Abstimmung mit dem Umweltressort eigene Untersuchungen vornehmen wird, sollte die Datengrundlage aus der Solar-City nicht ausreichend sein.

Besonders folgende Punkte müssen, so die Vereinbarung, Vorteile für das Passivhaus aufweisen und seine Machbarkeit sicherstellen:
- Ökobilanz bei angemessener Raumtemperatur
- CO2-Bilanz des Gesamtenergieverbrauchs (Wärme und Strom)
- Benutzer/innenakzeptanz
- Akzeptable Relation zum finanziellen Mehraufwand der Errichtung.

Die Unterzeichner/innen verständigten sich darauf, dass wenn die Evaluierung gegenteilige Ergebnisse hervorbringen sollte, in Bezug auf die Einführung als Mindeststandard weitere Gespräche geführt werden.

Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: "Es war mein Ziel, die engagierte Absenkung des Energieverbrauches festzuschreiben und die Etappenschritte bereits jetzt für die nächsten Jahre festzulegen -Ziel ist das Passivhaus. Ich bin froh darüber, dass für diese wichtige Maßnahme für Energieeffizienz und Klimaschutz Einvernehmen erzielt werden konnte und Oberösterreich auf meinen Vorschlag hin sein Engagement weiter verstärkt".

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