Grüne Donaustadt: Hallenneubau in Aspern ist Anschlag auf Lebensqualität

Hauk: "Projekt wird zu Verkehrskollaps führen"

Wien (OTS) - Um die Bebauung des Asperner Flugfeldes zu rechtfertigen, scheint der Bezirks-SPÖ jedes Mittel recht. In der gestrigen Bezirksvertretungssitzung wurde eine Resolution auf Errichtung einer "Stadthalle am Asperner Flugfeld" für 15.000 Personen - neckisch versteckt unter dem Titel "Mehrzweckhalle" - zur Abstimmung gebracht. Als einzige Opposition gegen diesen neuerlichen Anschlag auf die Lebensqualität im 22. Bezirk stimmten die Bezirksgrünen dagegen. Die Grünen seien nicht grundsätzlich gegen eine Mehrzweckhalle, nach Prüfung anderer Standorte bzw. der Möglichkeiten, die eine Erweiterung bereits bestehender Sportstätten oder der Albert-Schultz-Halle bieten würde. Allerdings sei nicht einzusehen, dass, "da alle bisherigen Bemühungen Betriebe, Universitäten und kulturelle Einrichtungen auf der grünen Wiese zur Ansiedelung zu bewegen, fehlschlugen, jetzt ein Verkehrserreger erster Ordnung das zu erwartende Fiasko beim neuen Stadtteil verschleiern soll", ärgert sich Eva Hauk, Klubobfrau der Grünen Donaustadt.
.
Unerklärlich ist für uns, dass hier nicht die Erfahrungen aus dem Betrieb der Stadthalle im 15. Bezirk, in vergleichsweise gleicher Größenordnung, heran gezogen werden. Trotz bester Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel mussten dort drastische Maßnahmen ergriffen werden, um den durch diese Einrichtung verursachten Individualverkehr auf ein gerade noch erträgliches Maß zu beschränken.

"Dass in den Aussagen des Bezirksvostehers Norbert Scheed auch -neben der U2 - die Verlängerung der A23, unter Vorwegnahme der Umweltverträglichkeitsprüfung, lobend als Zubringer zum neuen Vergnügungsparadies genannt wurde, lässt uns Böses ahnen. Bereits jetzt ist die Donaustadt vom PKW- und LKW -Verkehr äußerst, bis zur Grenze der Verträglichkeit, belastet. Ein Projekt dieser Größenordnung, das auch gleichzeitig die Aufweichung des für das Flugfeld ausgearbeiteten Masterplans bedeutet, würde mit Sicherheit zum endgültigen Verkehrskollaps führen", betont Hauk abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat:0664 52 16 831, presse.wien@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0004