SJÖ/VSStÖ/AKS zum Weltfrauentag: Wir kommen um uns zu beschweren

Jugendorganisationen fordern vor dem Parlament "Halbe-Halbe auf allen Ebenen!", "Lohnschere schließen!" und "Sexismus auf den Müll!"

Wien (SK) - Unter dem Motto "Wir kommen, um uns zu beschweren!" veranstalteten die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ), der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und die Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS) heute Freitag vor dem Parlament eine Medienaktion. Anlässlich des bevorstehenden 100. Weltfrauentages am 8. März, dem Kampftag für die Frauengleichberechtigung, fordern die Frauen der Jugendorganisationen in dieser Tradition die Umsetzung von "Halbe-Halbe auf allen Ebenen!", "Lohnschere schließen!" und "Sexismus auf den Müll!". ****

Stefanie Vasold, Frauensprecherin der SJÖ, fordert anbetracht des jüngst erschienen EU-Gleichstellungsberichts, der Österreich ein Ansteigen der Lohnschere konstatiert, vor allem Maßnahmen im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Reproduktionsarbeit. Auch eine Evaluierung der Gründe für die Verbreiterung der Lohnschere sei dringend notwendig. "Mittlerweile sind mehr als 50 Prozent der MaturantInnen und StudienabsolventInnen Frauen. Dennoch ist die Lohnschere für gleiche Arbeit zwischen Männer und Frauen auf 20 Prozent angestiegen! Hier muss endlich offensiv entgegengesteuert werden. D.h. unter anderem ein umfassender Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung sowie die Überprüfung von Lohngruppen-Einstufungen und Lohnzuschlagskriterien. Zudem wäre eine Gleichbehandlungskommission, die von selbst aktiv werden kann und bei Diskriminierungsfällen interveniert, notwendig", so Vasold.

"Obwohl mittlerweile mehr Frauen als Männer studieren und somit eine hohes Bildungsniveau haben, findet man immer noch kaum Frauen in Führungspositionen", kritisiert Ilia Dib, die Vorsitzende des VSStÖ. "Unser Ziel sind verpflichtende Quoten auch in der Privatwirtschaft." Darüber hinaus vermisst die Studentin Maßnahmen im Bereich der Elternschaft. "Dem Karriereknick bei Frauen nach einer Schwangerschaft muss durch eine verpflichtende Väterkarenz entgegengewirkt werden. Damit endlich eine flächendeckende Kinderbetreuung eingeführt werden kann, soll diese vom Bund auch ohne Zustimmung der Länder durchgesetzt werden kann", fordert Dib.

"Sexismus beginnt schon in der Schulzeit, deswegen setzen wir uns für geschlechtssensible Pädagogik und geschlechtergerechte Schulbücher ein. So können sich Geschlechterstereotype weniger leicht in den Köpfen der Jugendlichen festsetzen.", erklärt Sophie Lojka, die Vorsitzende der AKS. Sie ortet auch im Medienbereich einen starken Handlungsbedarf: "Speziell durch Werbung werden ständig sexistische Rollenklischees verbreitet. Statt dem Werberat, der unter dem Credo der Selbstkontrolle agiert, fordern wir eine unabhängige ExpertInnenkommission. Diese soll Standards für eine Werbung abseits von Rollenklischees entwerfen und durchsetzen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Sexismus in Zukunft auf den Müll kommt." (Schluss) js/mm

Ein Foto der Aktion gibt es im Pressebereich auf www.sjoe.at.

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