Transporteure: Rücknahme der Mineralölsteuererhöhung gefordert!

Glisic: Viele Transportbetriebe stehen vor dem Ruin

Wien (PWK170) - Der explosionsartige Anstieg der Rohölpreise in
den letzten Tagen hat heute zum absolut höchsten Dieselkraftstoffpreis aller Zeiten geführt. Von heute Donnerstag auf morgen Freitag steigt der Preis für Diesel nochmals um 3 Cent je Liter, stellt der Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der WKÖ, Nikolaus Glisic, fest. "Wir fordern die österreichische Bundesregierung zum raschen Handeln für eine Entlastung aller Autofahrer und der österreichischen Bevölkerung und Wirtschaft auf, nämlich die Rücknahme der drastischen Erhöhung der Mineralölsteuer zum 1. Juli 2007 um 5 Cent für Dieselkraftstoff und 3 Cent für Benzinkraftstoff", fordert Glisic.

Die preistreibende Entwicklung, die auf die exorbitant gestiegenen Treibstoff- und Energiekosten zurückzuführen ist, schadet der österreichischen Wirtschaft und den Konsumenten enorm. Wir appellieren auch an alle unsere Auftraggeber aus Industrie, Handel und Gewerbe, sich diesem dramatischen Appell an die Bundesregierung nach einer Mineralölsteuersenkung anzuschließen.

Glisic weiter: "Ich habe in den letzten Tagen unzählige Gespräche und Telefonate mit unseren Mitgliedern geführt und muss mir leider anhören, dass viele Transportbetriebe vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen. Die Treibstoffpreise sind mittlerweile der größte Kostenfaktor geworden, der aufgrund der nicht einschätzbaren Sprunghaftigkeit nach oben jede vernünftige Kalkulation unmöglich macht. Es ist in vielen Fällen wirtschaftlich vernünftiger, einen beträchtlichen Teil der LKW-Flotte stillzulegen. Jeder LKW-Kilometer, der nicht mehr gefahren wird, ist kein Verlust, sondern ein Gewinn!"

Viele Telefonanrufe an den obersten Vertreter der österreichischen Transporteure fordern ganz vehement einen sofortigen Streik, wie es ihn im Dezember in Italien gegeben hat. Damals ist innerhalb weniger Tage fast die gesamte Wirtschaft unseres südlichen Nachbarlandes zum Stillstand gekommen. Schließlich erreichte man Verständnis und Gesprächsbereitschaft bei der italienischen Regierung und es wurden den italienischen Transporteuren schon lange verlangte steuerliche und rechtliche Forderungen erfüllt. (Rh)

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