Zukunfts- und Reformpartnerschaft zwischen Universitäten und Industrie

IV-Bereichsleiter Riemer: Erarbeitung einer Strategie für den gesamten tertiären Bildungssektor in dieser Legislaturperiode notwendig - Dialogforum "Zukunftsfaktor Hochschulen"

Wien (OTS) - (PdI) Universitäten stehen im Zentrum der Leistungsfähigkeit des Innovationsstandortes und der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Universitäten und Industrie stehen damit in einer Art "Schicksalsgemeinschaft" bzw. "Reformpartnerschaft". Es gehe einerseits darum, die Universitäten und Fachhochschulen verstärkt in die Lage zu versetzen, mehr an Spitzenleistungen in Lehre und Forschung anzubieten. Andererseits ist nur eine international erfolgreiche wettbewerbsfähige Wirtschaft und Industrie Garant dafür, dass Hochschulen jene Finanzmittel erhalten, die für Spitzenleistungen erforderlich sind, so Dr. Gerhard Riemer, Bereichsleiter Bildung, Innovation und Forschung, beim vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung veranstalteten Österreichischen Forschungsdialog "Zukunftsfaktor Hochschulen" heute in Wien.

Den Weg zur Neupositionierung der Österreichischen Hochschulen zeigt das - von einer hochrangigen Fokus-Gruppe der IV - erarbeitete Programm "Hochschulen für die Zukunft - Hochschulstrategie NEU" in sieben Reform- und Handlungsfeldern. Im Vordergrund der politischen Arbeit steht für 2008 zwar die Weiterentwicklung des Universitätsgesetzes 2002, das insgesamt zu einer Stärkung der universitären Autonomie, eine Stärkung des Hochschulmanagements und der strategischen Ausrichtung der einzelnen Universitäten führen soll. Weit darüber hinaus ist jedoch - noch in dieser Legislaturperiode - die Erarbeitung einer Gesamtstrategie für den gesamten tertiären Bildungsbereich erforderlich, so Riemer

Um die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie und des Innovationsstandortes auch in Zukunft zu sichern, bedarf es einer Ausschöpfung des vorhandenen Potenzials an studierfähigen und -willigen Menschen um mit eine größeren Breite an Studierenden auch einer breitere Spitze mit Top-Qualität zu erreichen. Darüber hinaus gilt es das Studentenpotenzial international besser aufzurüsten, mit gezielten Projekten in Zukunftsregionen und größere Bemühungen um internationale Top-Studenten nach Österreich zu bringen und zu halten.

Die Universitäten werden in Zukunft zu Zentren des Wissens- und Technologietransfers, die ihr Wissen und Können gezielt für die Lösung gesellschaftlicher Probleme einzusetzen, und zur Umsetzung von Forschungsergebnissen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft in Produkte, Verfahren und Dienstleistungen beizutragen haben. Transferleistungen der Universitäten sollen zu einem wichtigen Teil der Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten werden.

Das Nebeneinander autonomer Universitäten, des gut positionierten Fachhochschul-Sektors, der neuen Pädagogischen Hochschulen verlangt nach einer umfassenden Analyse des Ist-Zustandes und darauf aufbauend die Erarbeitung einer Gesamtstrategie, um die notwendigen und knappen Ressourcen möglichst wirksam und richtig einsetzen zu können.

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