Textilindustrie: Verhandlungen abgeschlossen, plus 3,2 Prozent mehr Geld

Lehrlingsentschädigungen vereinheitlicht

Wien (GMTN/GPA-DJP/ÖGB) - Nach teilweise schwierigen Verhandlungen haben die Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) am 5. März 2008 einen Kollektivvertragsabschluss für die Beschäftigten der heimischen Textilindustrie erreicht.++++

Der Abschluss im Detail:
- Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne/-gehälter um 3,2 Prozent;
- Erhöhung der Ist-Löhne/-gehälter um 3,2 Prozent, mindestens aber 45 Euro; in den Lohngruppen der ArbeiterInnen 1 - 3 ergibt das eine durchschnittliche Lohnerhöhung um bis zu 3,44 Prozent, bei den Angestellten werden die untersten Einstiegsgehälter ein wenig besser bedient;
- Verteiloption mittels Betriebsvereinbarung möglich;
- Vereinheitlichung der Lehrlingsentschädigungssätze für ArbeiterInnen und Angestellte ab 1. April 2008.

"Die Vereinheitlichung der Lehrlingsentschädigungen war uns ein wichtiges Anliegen", sagt Gerald Kreuzer, in der GMTN für den Textilbereich verantwortlich. "Das ergibt im Durchschnitt eine Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um 7,05 Prozent. Wir haben vereinbart, bis 2011 die Lohngruppeneinteilung in Etappen zu überarbeiten "Derzeit gibt es eine Vielzahl von Gruppen, wir wollen das straffen und gleichzeitig die Qualifikation, die die ArbeitnehmerInnen einbringen, stärker zur Geltung bringen als bisher."

"Wir haben in einigen Bereichen wieder Verbesserungen erreicht, die denen in der Globalrunde entsprechen, und haben damit gezeigt, dass die Textilindustrie kein Industriezweig ‚zweiter Klasse’ ist", berichtet Paul Prusa, der den Wirtschaftsbereich Textil, Bekleidung, Schuh in der GPA-DJP betreut. "Die Verteiloption gibt den Betrieben, denen es besonders gut geht, außerdem die Möglichkeit, die MitarbeiterInnen über die 3,2 Prozent hinaus am Erfolg zu beteiligen."

Die Gewerkschaften haben außerdem Verbesserungen beim Ablegen von Lehrabschlussprüfungen, Freizeit zur Vorbereitung auf die Führerscheinprüfung und die Weiterführung de Gespräche zum Thema Bildungskonto vereinbart.

ÖGB, 6. März 2008 Nr. 150

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