Islamisches Zentrum Brigittenau - BV Lacina: "Integrationspolitische Diskussionen nicht auf der Straße führen!"

Lacina verweist auf Ergebnisse der Arbeitsgruppen zum islamischen Zentrum in der Dammstraße

Wien (SPW-K) - "Die Anrainerinnen und Anrainer des islamischen Zentrums in der Dammstraße 37 waren eingeladen, sich bei insgesamt drei Arbeitsgruppensitzungen mit möglichen und bestehenden Problemen auseinanderzusetzen und nach Lösungen zu suchen", sagt der Brigittenauer Bezirksvorsteher Karl Lacina. Themen dieser Arbeitsgruppen waren Verkehr, Lärm und die künftige Nutzung des islamischen Zentrums. "Bei diesen Sitzungen gab es umfassende Zugeständnisse vonseiten des Zentrumsbetreibers ATIB. Umso verwunderlicher ist nun die Unzufriedenheit der Sprecherin der Bürgerinitiative gegen den Ausbau des islamischen Zentrums, die in einer Tageszeitung kolportiert wurde", stellt Lacina fest.

Zu Beginn der Arbeitsgruppen wurde im Rahmen von moderierten Gesprächen im Brigittenauer Haus der Begegnung das Interesse der AnrainerInnen ausgelotet. In weiterer Folge fanden zwei Arbeitsgruppen statt: zum Thema Lärm wurde vereinbart, den Hof des Kulturzentrums zu überdachen und die Versammlungsräume zu klimatisieren sowie mit einer Spezialdämmung auszustatten. Außerdem wurde von ATIB zugesagt, den Gebetsraum und den Versammlungsraum nicht gleichzeitig zu nutzen. Das bedeutet keine zusätzlichen Besucher.
In der Arbeitsgruppe zum Thema Verkehr wurde vereinbart, die Kurzparkzone verstärkt zu überprüfen, auch durch die Polizei. ATIB wird die BesucherInnen des Kulturzentrums verstärkt über die Anreisemöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln informieren. Bei den wenigen geplanten Großveranstaltungen wird ATIB einen Ordnerdienst einrichten.
Um die Wirksamkeit aller Maßnahmen überprüfen zu können, werden regelmäßige Grätzelgespräche stattfinden.

"In den Arbeitsgruppen wurden vom Betreiberverein ATIB umfassende Zugeständnisse an die Wünsche der Anrainer gemacht. Mit Abschluss der Arbeitsgruppen ist die Causa für die Bezirksvorstehung vorerst abgeschlossen, zumal ATIB einen Rechtsanspruch auf den Ausbau ihres Zentrums hat", sagt Lacina. Grundsätzlich begrüßt der Bezirksvorsteher auch ernsthafte politische Diskussionen über Integration und Zuwanderung.

"Wenn die Bürgerinitiative aber nun meint, gegen den Islam im Allgemeinen vorgehen zu müssen - vielleicht sogar mit finanzieller Unterstützung der FPÖ und Schulter an Schulter mit Rechtsextremen, ist das zu akzeptieren solange das im Rahmen der österreichischen Gesetze geschieht. Mit der Brigittenau und den Wünschen der Bevölkerung hat das aber nichts mehr zu tun, macht aber eine konstruktive Lösung rund um das Zentrum in der Dammstraße immer schwieriger", stellt der Brigittenauer Bezirksvorsteher Karl Lacina klar. Er fordert die Bürgerinitiative auf, die Verbesserungsvorschläge anzunehmen und integrationspolitische Diskussionen ernsthaft ohne Angstmacherei und ohne Polemik zu führen. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Thomas Kluger

Tel.: (01) 4000-81 941
Fax: (01) 533 47 27-8194
Mobil: 0664/826 84 27
thomas.kluger@spw.at
http://www.rathausklub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10004