"MONITOR": IT-Berater im Aufwind

IT-Berater machen klassischen Consultern zunehmend Konkurrenz

Wien (OTS) - Einige Zeit galt es als schick, sich einen Berater
ins Haus zu holen, im Zuge der Dotcom-Krise Anfang des Jahrtausends war es dann plötzlich verpönt. Inzwischen setzen die Unternehmen wieder auf externe Kompetenz. Laut einer Studie des deutschen Marktforschers Lünendonk kommen dabei immer öfter statt klassischer Managementberater IT-Berater zum Zug, die sich zusätzlich um Systemintegration, IT- und Geschäftsprozess-Outsourcing kümmern und auch in großem Umfang Strategie- und Managementberatung erbringen, schreibt MONITOR-Autorin Dunja Koelwel.

Weitere Ergebnisse der Studie: Die IT-Berater positionieren sich immer näher bei den klassischen Beratungshäusern und sind eine harte Konkurrenz für sie. Gleichzeitig wird ihnen auch bei der klassischen Beratung überdurchschnittlich gute Arbeit attestiert; damit stehen sie fast auf Augenhöhe mit den klassischen Beratern. Umgekehrt stellen die befragten Unternehmen letzteren aber nur eine schwache bis bestenfalls durchschnittliche Leistung beim IT Consulting aus.

Beraten oder Implementieren?

Bruno von Rotz, beim Open-Source-Berater Optaros für den deutschsprachigen Raum verantwortlich, rät, zwischen Beratungs- und Implementierungsauftrag zu unterscheiden. Klassische Berater seien vor allem dann gefragt, wenn es um ein neutrales Konzept geht. Beim IT-Berater würde man zwar sehr häufig auf weniger Neutralität stoßen, dafür punkteten diese mit Umsetzungs-Know-how auch bei komplexen IT-Systemen.

Wie sich die Beraterszene entwickeln wird, ist laut Lünendonk-Geschäftsführer Jörg Hossenfelder völlig offen. Er geht davon aus, dass sich der Markt insofern aufgliedern wird, als es einerseits Allrounder geben wird, die Beratung und Umsetzung aus einer Hand anbieten, und andererseits Spezialisten anzutreffen sein werden, die sich zum Beispiel auf eine bestimmte Branche spezialisiert haben.

Johannes Adler, Geschäftsführer des IT-Beraters Anecon, wiederum geht davon aus, dass beide Segmente zwar bestehen bleiben, jedoch starke Überschneidungen, aber auch Synergien entstünden. Man höre "immer öfter den Begriff '3. Modus der Beratung', der beide Felder in sich vereint. Wie dieser jedoch exakt zu definieren ist, steht noch in den Sternen", meint er. Mehr dazu in der März-Ausgabe des MONITOR ab 7.3.

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