"Uns die Hälfte!" - Chancengleichheit von Frauen und Männern

Großer Andrang zur Podiumsdiskussion in der Fachbuchhandlung des ÖGB-Verlags

Wien (ÖGB-Verlag) - Der gestrige Tag in der ÖGB-Verlag Fachbuchhandlung stand ganz im Zeichen von "Information und Beratung für Frauen" - mit persönlicher Beratung ebenso wie über qualifizierte Informationsunterlagen (VÖGB, AK Wien, Kinderfreunde, Katholische Sozialakademie Österreichs KSÖ, feministische Frauenzeitschrift "an.schläge"), begleitet von der Vorstellung eines ausgewählten Literatursortiments und Buchtipps des Milena-Verlags.

Zahlreiche BesucherInnen kamen schließlich zur Podiumsdiskussion "Uns die Hälfte!" - Chancengleichheit von Frauen und Männern, mit folgenden DiskutantInnen:

Leopoldine Frühwirt (Sozial-Global-Betriebsrätin, Landesvorsitzende der Gewerkschaft vida Wien)
Mag. Eva Linsinger (Buch-Neuerscheinung "Weißbuch Frauen, Schwarzbuch Männer" Zsolnay 2008)
Dr. Sabine Oberhauser (Abgeordnete zum Nationalrat, Gesundheitssprecherin der SPÖ)
Dr. Guido Strunk (Psychologe; "Eine Frau muss ein Mann sein, um Karriere zu machen")
Moderation: Katharina Klee, Chefredaktion Arbeit&Wirtschaft

"Die meisten Studentinnen, die ich auf der Uni unterrichte, halten einen Frauentag für unnötig - sie sind davon überzeugt, dass sie ihren Weg schon machen", erklärte Guido Strunk, der für eine Studie die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen untersucht hat, im Rahmen der Diskussion. "Ein paar Jahre später sieht das aber ganz anders aus", ergänzte er, da seien reale Gehaltsunterschiede fest zu stellen.

Eine Erfahrung, die auch Buchautorin und Journalistin Eva Linsinger gemacht hat: "Alle reden von den kinderlosen Akademikerinnen, nur die Personalchefs haben noch nie davon gehört und beschäftigen weniger gerne Frauen, weil die ja schwanger werden könnten." Die Ärztin und Nationalratsabgeordnete Sabine Oberhauser sieht ein maßgebliches Problem darin, dass sich Frauen zu wenig zutrauen: "Das traditionelle Rollenbild ist da schon sehr hartnäckig." Das weiß auch Leopoldine Frühwirt, die Mitverhandlerin beim BAGS-Kollektivvertrag ist: "Die vielen Frauen, die relativ schlecht bezahlt in den Gesundheits- und Sozialberufen arbeiten, sind nur schwer zu gewerkschaftlichen Protesten zu motivieren."

Den Frauentag wollen die DiskussionsteilnehmerInnen auch in Zukunft nicht missen - sie wünschen sich aber, dass die offenen Forderungen weniger werden. "Für die Generation meiner Tochter hoffe ich sehr, dass der Wunsch nach eigener Familie keinen Strich durch die Rechnung macht - sondern tatsächlich eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erzielen ist", erklärt die vida-Landesvorsitzende Leopoldine Frühwirth. Sabine Oberhauser würde sich am 8. März eine große Veranstaltung wünschen, unabhängig von Parteizugehörigkeit und sonstigen Interessen. Eva Linsinger erklärte: "Zumindest ist mit dem Frauentag gesichert, dass die aktuelle Situation wenigstens ein Mal im Jahr in allen Medien thematisiert und wieder bewusst gemacht wird."

SERVICE: Foto zur Veranstaltung (Foto: ÖGB-Verlag/Paul Sturm) v.l.n.r: Dr. Guido Strunk, Mag. Eva Linsinger, Katharina Klee, Dr. Sabine Oberhauser, Leopoldine Frühwirt
http://scripts.oegbverlag.at/Fotos/Verlag/Frauentag08/frauentag_08.jp
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ÖGB, 6. März 2008 Nr. 148

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