Frauenwunsch-Kalender Tür 4: Bartensteins Rechnung

Wenige Frauen in Top Jobs ist doppelt teuer

Wien (OTS) - "In Österreichs Chefetagen sitzen nur 4,5 % Frauen, das schadet auch der Volkswirtschaft", Christa Pölzbauer, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings, erklärt am Donnerstag was sich hinter Tür 4 des Frauenwunsch-Kalenders befindet. "Hoch qualifizierte Frauen bleiben zum Teil in Mc Jobs stecken oder sitzen in der Teilzeitfalle, während mittelmäßige Männer die Karriereleiter erklimmen. Das können wir uns leisten? Wir fordern Zukunftskonzepte, wie z.B. innovative Arbeitszeitmodelle und die Einführung des Papa-Monat von Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein um dem volkswirtschaftlichen Schaden entgegenwirken." Bis zum 100.Internationalen Frauentag am 8.März präsentiert der Frauenringjeden Tag feministische Forderungen die sich hinter Kalendertüren befinden. ****

In 200 von der AK untersuchten Unternehmen sind unter 626 Führungskräften nur 29 Frauen tätig. "Welche Gegenmaßnahmen plant der zuständige Minister? Oder ist ihm die Problematik nicht bewusst oder gar egal", fragt Pölzbauer Richtung Bartenstein. "Die heute von Staatssekretärin Marek präsentierte Idee, die Frauenquote den "Corporate Governance Kodex" ist eine begrüßenswerte und gut gemeinte Initiative. In der Vergangenheit konnten frauenpolitische Forderungen durch Freiwilligkeit leider nicht umgesetzt werden."

"Es muss eine Lösung für diese himmelschreiende Ungerechtigkeit und wirtschaftliche Dummheit gefunden werden. Ignorieren und zu behaupten Zwang helfe nicht, wurde ja schon zugenüge gepredigt", kritisierte Pölzlbauer. "Die moderne Versorgungsehe, Er: Vollzeit, Sie: Teilzeit, gehört abgelöst. "Zukunftskonzepte wie 75% der heutigen Normalarbeitszeit für jeden - auf Basis von geteilter Haus-und Familienarbeit wurden schon oft diskutiert. Die Frauen haben ihren Teil erfüllt: Sie sind genauso gut ausgebildet wie Männer und den jungen unter ihnen haben wir erklärt, Bildung wäre der Schlüssel zum Aufstieg. Tatsache ist, Familien- und Versorgungsarbeit bleibt weiblich, die Einkommensschere geht auseinander und in Topjobs finden sich Frauen im einstelligen Prozentbereich. Nur durch gesetzliche Regelungen, wie auch den Papa-Monat, kann diese Spirale endlich gestoppt werden", schloss Pölzlbauer. (Schluss) ile

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