Prettner: "Die Freude an Kindern fördern!"

OGH-Urteil nimmt Eltern Lust auf Kinder und Ärzten Motivation - Größter Geburtenrückgang aller Zeiten in Kärnten - Massiver Handlungsbedarf, auch im Bezug auf leistbare Kinderbetreuung

Klagenfurt (SP-KTN) - "Ein Kind als Schaden darzustellen, ist eine grobe Fahrlässigkeit", sagte heute, Donnerstag, die Familiensprecherin der SPÖ-Kärnten, LAbg. Beate Prettner, in Reaktion auf das Urteil des Obersten Gerichtshofes, wonach die Kabeg die Unterhaltsleistung für einen beeinträchtigten Buben übernehmen muss. Sofort assoziiere man mit einem Kind Einkommensverlust, Überforderung und Belastung. Urteile wie dieses würden sowohl den Eltern die Lust auf Kinder nehmen als auch Ärzten die Motivation zur Betreuung von werdenden Müttern, betonte Prettner. Dies sei mehr als bedauerlich, da Kärnten den größten Geburtenrückgang aller Zeiten habe und die Geburtenzahlen den absoluten Tiefstand darstellen würden, seit es dazu Aufzeichnungen gibt.

"Sinnvoll wäre es, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln die Freude an Kindern zu fördern und ihre Bereicherung in den Mittelpunkt zu stellen", so Prettner. Das beginne mit der positiven Einstellung der Eltern, mit der Aussicht, ein Kind versorgen und betreuen zu können, mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Bildungschancen und der Förderung der Sicherheit von Arbeitsplätzen für Jugendliche. Salzburg habe mit einem zukunftsweisenden Kinderbetreuungsgesetz die Richtung vorgegeben und schon die ersten Erfolge verzeichnet, wies Prettner auf den dortigen annähernden Stopp des Geburtenrückganges hin.

"Im Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern wurde die tatsächliche Einwohnerzahl als zukünftiger Verteilungsschlüssel gewählt, also muss es in unser aller Interesse sein, für unsere Nachkommen Sorge zu tragen", so die SP-Familiensprecherin, die in Kärnten einen "massiven Handlungsbedarf" ortet, um eine Trendumkehr im Bezug auf Neugeborene herbeizuführen. LR Dörfler sei gefordert, endlich zeitgemäße, nachhaltige Aktionen zu setzen und kreative Lösungen zuzulassen, um eine leistbare Betreuung für Kleinkinder zu schaffen, denn genau das sei der Knackpunkt für den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben. Prettner: "Zwölf Millionen in diesem Bereich wären weitaus sinnvoller investiert als im Privatvermögen eines Steuerberaters."

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