Gegen PR-Gag & Co: PR-Branche beschließt Ethik-Rat und erweitert Ehrenkodex

Wien (OTS) - Um sich von schwarzen Schafen zu distanzieren,
gründet Österreichs PR-Branche einen Ethik-Rat für Public Relations und erweitert ihren Ehrenkodex. Mit diesen beiden Maßnahmen der Selbstkontrolle, die bei der Generalversammlung des Public Relations Verbandes Austria (PRVA) am 5. März 2008 beschlossen wurden, soll für PR-Fachleute eine Abgrenzung von unseriösen Praktiken erreicht werden.

Der unabhängige Ethik-Rat soll unredliche PR-Arbeit öffentlich rügen und wird noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Der erweiterte Ehrenkodex enthält Aussagen gegen die Koppelung von Inseraten an positive Berichterstattung, Schleichwerbung, Rufmord sowie Beiträge im Internet unter falschem Namen.

Diskussionen über unseriöse Praktiken haben in den vergangenen Jahren dem Ansehen der gesamten Public Relations-Branche geschadet. "Der Großteil der PR-Fachleute leistet ethisch einwandfreie Arbeit. Damit der Ruf der mehr als fünfhundert Mitglieder des PRVA nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen wird, müssen wir klare Grenzen ziehen und uns von den wenigen schwarzen Schafen distanzieren", begründet Edward Strasser, Generalsekretär des PRVA, die beiden Initiativen.

Der Ethik-Rat wird aus elf Personen bestehen, die in der PR-Branche und in der Medienöffentlichkeit über einen untadeligen Ruf verfügen. Den Vorsitz des Ethik-Rates übernimmt Wolfgang R. Langenbucher, langjähriger Vorstand des Instituts für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien. Die anderen zehn Ratsmitglieder werden in den kommenden Monaten ausgewählt. Andere PR-Verbände werden vom PRVA dazu eingeladen, den Ethik-Rat zu unterstützen.

Der PRVA orientiert sich beim Ethik-Rat an seinen deutschen Kollegen, die schon seit zwanzig Jahren über eine solche Einrichtung verfügen. "In Deutschland ist der Ethik-Rat zu einer für die gesamte Branche bedeutsamen Einrichtung geworden. PR-Fachleute nehmen dort die Urteile des Rates sehr ernst und orientieren sich an dessen Leitlinien für seriöse PR-Arbeit", so Martin Bredl, Präsident des PRVA.

Was seriöse PR-Arbeit ist und was nicht, wird im Ehrenkodex in 23 Artikeln festgelegt. Dort verpflichten sich die Mitglieder des PRVA etwa, bezahlte Schaltungen in Medien nicht von positiver Berichterstattung abhängig zu machen und Textinserate entsprechend zu kennzeichnen. Weiters will der PRVA sicherstellen, dass PR-Fachwissen nicht dazu missbraucht wird, den Ruf einer Person oder eines Unternehmens zu zerstören. Um Negativ-Kampagnen im Internet einzudämmen, sollen PR-Fachleute beauftragte Beiträge in Foren und Blogs nur unter ihrem wirklichen Namen absetzen.

(Fotos auf Anfrage)

Der PRVA ist der größte unabhängige Kommunikationsverband Österreichs. Mitglieder sind rund 500 PR-Fachleute aus Agenturen, Unternehmen, Organisationen Institutionen, Gebietskörperschaften und der Politik sowie über 70 PR-Agenturen. Ziel des PRVA ist neben der Interessenvertretung seiner Mitglieder, die fachlich fundierte Aus-und Weiterbildung sowie die laufende qualitative Weiterentwicklung der Branche. Die Mitglieder sind zur Einhaltung des PRVA-Ehrenkodex und des Athener Codex verpflichtet. www.prva.at

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Mag. Petra Schwiglhofer, PRVA- Sekretariat
p.schwiglhofer@prva.at ; Tel. +43-1-715 15 40

Edward Strasser, PRVA Generalsekretär
strasser@skills.at ; Tel.: + 43-664-310 44 08

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