MMag. Barbara Kogler: Wir schärfen unsere Krallen!

Internationaler Frauentag: Kernforderung der Gleichbehandlung von Frauen noch immer nicht erfüllt. Die Frauenbewegung Kärntens fordert Chancengleichheit

Klagenfurt (OTS) - "Der Internationale Frauentag wird seit 1911 begangen, und noch immer ist die Kernforderung der Gleichbehandlung nicht erfüllt. Wir fordern Chancengleichheit - und dafür schärfen wir unsere Krallen." erklärte die Landesleiterin der Kärntner Frauenbewegung, MMag. Barbara Kogler heute in einer Pressekonferenz. Zur Gleichbehandlung gehöre auch die Vereinbarkeit von Job, Familie und Kindern. "Gleichstellung bedeutet, Job und Windeln vereinbaren zu können. Das beginnt bei den Betreuungseinrichtungen und geht hin bis zur Absicherung für Frauen, die sich für ein Kind entscheiden", betonte VP-LR Josef Martinz.

"Seit 100 Jahren kämpfen die Frauen um gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Im Österreich verdienen Frauen heute noch immer bei gleicher Qualifikation und vergleichbarer Arbeit um 20 % weniger als ihre männlichen Kollegen", so die Landesleiterin der Kärntner Frauenbewegung.

Den Hauptgrund für die Einkommensunterschiede sieht Kogler in der ungleichen Bewertung von Arbeit. "Eine Friseurin hat ein durchschnittliches Einstiegsgehalt ab 726 Euro brutto im Monat. Ein Schlosser hat ein durchschnittliches Einstiegsgehalt ab 1184 Euro brutto pro Monat.

Neben den Produkt- und Materialkenntnissen stünden bei einer Friseurin als überfachliche Qualifikation Freundlichkeit, gutes Auftreten, gepflegtes Äußeres und Modebewusstsein im Anforderungsprofil. Bei einem Schlosser seien dies besondere Handgeschicklichkeit, Flexibilität, Einsatzbereitschaft und körperliche Belastbarkeit.

"Das würde bedeuten, dass eine Friseurin freundlich sein muss, sie aber keine Handgeschicklichkeit für ihre Arbeit brauche?!", hinterfragt Kogler. Müsse die Friseurin nicht flexibel und körperlich belastbar sein, wenn sie acht Stunden lang und mehr im Geschäft steht?

"Nachdem über Jahrzehnte keine wirkliche Chancengerechtigkeit eingetreten ist, bleibt uns Frauen nichts anderes übrig, als zu drastischeren Aktionen zu greifen und uns in die Ungerechtigkeiten zu verkrallen. Wir fordern eine Neubewertung der Arbeit. Wir fordern eine Überarbeitung aller Kollektivverträge Österreichs. Und dafür schärfen wir unsere Krallen." schloss Kogler. (Schluss)

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MMag. Barbara Kogler
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