Frauentag: ACHLEITNER: "Wozu hat diese Regierung eigentlich eine Frauenministerin?"

"Außer vagen Ankündigungen und Alibi-Aktionen ist von Frauenpolitik weit und breit nichts zu sehen"

Wien (OTS) - Anlässlich des internationalen Frauentags stellte die BZÖ-Frauensprecherin DI Elke Achleitner der derzeitigen Regierung ein vernichtendes Zeugnis für deren Frauenpolitik aus. Außer vagen Ankündigungen und Alibi-Aktionen sei von Frauenpolitik weit und breit nichts zu sehen

"Was plant Frauenministerin Bures eigentlich im Forschungsbereich, um Frauen verstärkt zu fördern? Es gibt Arbeit über Arbeit, aber das einzige, was wir hören, sind Ankündigungen und Absichtserklärungen. Das allein ist zu wenig, Frau Bures. Österreichs Frauen haben sich mehr verdient!", so Achleitner. Man fragt sich, wozu diese Regierung eine Frauenministerin hat, wenn sie in den wichtigsten frauenpolitischen Bereichen durch Untätigkeit glänzt. Bures lässt jegliche Maßnahme zu einer Verbesserung der Situation von Frauen am Arbeitsmarkt und zur Schließung der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen vermissen, so Achleitner

Ein besonderer Schwerpunkt der Frauenpolitik müsse die Verbesserung der Situation für Alleinerzieherinnen sein, denn da sei die wahre Frauenarmut zu finden. "Es wurde in den vergangenen Jahren einiges erreicht, aber da liegt noch viel Arbeit vor der Frauenministerin. Im Unterhaltsrecht gebe es nach wie vor gravierende Missstände, da muss die Regierung umgehend aktiv werden und den vom BZÖ bereits eingeleiteten Dialog endlich weiter fortsetzen

Achleitner kritisiert auch, dass seitens der Frauenministerin keinerlei Initiativen für die bessere Eingliederung von Frauen mit Behinderungen gesetzt worden sind. Bisher habe es nicht einmal Lippenbekenntnisse bei diesem so wichtigen Anliegen seitens der Regierung gegeben", betont Achleitner.

Immer noch wird Kindererziehung als Frauensache betrachtet. Solange Männer nicht selbstverständlich eine Zeit lang die Kinderbetreuung übernehmen, werden sich die Probleme Einkommensschere und Wiedereinstieg nicht lösen lassen. "Es muss das primäre Ziel der Frauenpolitik sein, die Männer mehr in die Verantwortung zu nehmen und den Vätern verstärkt die Möglichkeit zu geben, ihrer Vaterrolle gerecht zu werden." Achleitner fordert die SPÖVP-Regierung auf, ein freiwilliges Vatermonat rasch zu ermöglichen. Da die Regierung auch im Bereich partnerschaftlicher Kinderbetreuung nichts weiterbringe wäre es an der Zeit, diese BZÖ-Forderung endlich aufzugreifen.

Um die Bewusstseinsbildung zu forcieren, dass Kinderbetreuung "Elternsache" sein muss, fordert Achleitner die Einführung des "freiwilligen Vatermonats. Gleichzeitig mit dem Kindergeldbezug der Mutter soll es auch dem Vater möglich sein, im ersten Monat einen Parallelbezug in Anspruch zu nehmen. "Das ist unbürokratisch und entspricht der Wahlfreiheit der vom BZÖ eingeführten Familienleistung "Kindergeld", so Achleitner. Die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes habe zur Stärkung der Vaterrolle bei der Kinderbetreuung beigetragen und solle mit dieser Maßnahme auch in Zukunft forciert werden. Väter müssen auch weiterhin motiviert werden, sich an der Pflege und Betreuung ihrer Kinder aktiv zu beteiligen.

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