100 Jahre Internationaler Frauentag - Ein Zeichen in der Frauenpolitik setzen

Einkommensschere muss endlich geschlossen werden

Wien (FCG) - Die FCG-Bundesfrauenvorsitzende Christine Gubitzer zeigt sich zufrieden: "100 Jahre Internationaler Frauentag. Da ist viel bewegt worden. 1908 waren Frauen rechtlos, wurden am Arbeitsmarkt ausgebeutet, hatten kaum Möglichkeiten zu einer soliden Berufsausbildung, eine berufliche Karriere war kaum denkbar, in der Ehe hatte sich die Frau unterzuordnen, ja sie musste sogar fragen, ob sie überhaupt arbeiten gehen darf."

100 Jahre später sind die Frauen selbstbewusst geworden und haben erfolgreich für eine bessere Rechtsstellung in Berufs- und Privatleben gekämpft. Frauen sind in der Politik gestaltende Kraft. Dennoch findet Gleichbehandlung in Lohnfragen zwischen Männern und Frauen nach wie vor überwiegend nur im öffentlichen Bereich statt. Wir müssen Druck machen, damit auch in der Privatwirtschaft Gerechtigkeit in Lohnfragen durchgesetzt wird. "Es ist nicht länger hinzunehmen, dass diese Ungerechtigkeiten fortgesetzt werden. Wir leben im 21. Jahrhundert und die geforderte Gleichbehandlung von Männern und Frauen muss nun auch tatsächlich umgesetzt werden. Lippenbekenntnisse sind zu wenig", meinte der Chef der Christgewerkschafter/innen ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl.

Gubitzer ist davon überzeugt, "dass die künftige Arbeitswelt auf die Berufstätigkeit der Frauen immer mehr angewiesen sein wird und es schon bald keine Frage mehr ist, ob ein Beruf gleichwertig von Frauen und Männern ausgeübt werden kann. Frauen in Führungsposition sind ein Gewinn für die Arbeitswelt und die Wirtschaft. Ihre soziale Kompetenz ist Garant dafür, dass das Betriebsklima generell verbessert wird und somit die Arbeitsfreude und Leistungsfreude der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die Wirtschaft erhalten bleibt. Trotzdem ist das Ziel noch nicht erreicht und um dieses zu erreichen, braucht es viel Solidarität und gemeinsame Kraftanstrengungen."

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