FP-Kowarik zu Westbahnhofumbau: Große Chance Rudolfsheim-Fünfhaus aufzuwerten

"Hinterland" muss ebenso in die Planung einfließen

Wien, 06.03.2008 (fpd) - Bereits seit Jahrzehnten haben die Freiheitlichen in Wien und in Rudolfsheim-Fünfhaus das große Gebiet des Westbahnhofgeländes als das wertvollste innerstädtische Entwicklungsgebiet in der Westregion Wiens erkannt und die Ziele für die Nutzung des Geländes definiert, so der FPÖ-Bezirksparteiobmann von Rudolfsheim-Fünfhaus, LAbg. Mag. Dietbert Kowarik im Zuge der heutigen Pressekonferenz.

Die Senkung der Zugfrequenz am Westbahnhof nach der Fertigstellung des Zentralbahnhofes muss auch die Stadt Wien dazu nutzen, die durch das Westbahnhofgelände getrennten Bezirksteile durch Verbauung und Aufschließung der nicht mehr notwendigen Gleisanlage und Bauwerke endlich zusammenzuführen. Erforderlich wäre daher eine Gesamtkonzeption, die auch die Bereiche und Grätzeln bis zum Technischen Museum umfasst. Gerade im Bereich Zwölfergasse/Avedikstraße wäre eine Aufwertung des Wohnumfeldes dringend notwendig. Ziel muss es jedenfalls sein, durch ein adäquates Wohnumfeld für die Anrainer mehr Lebensqualität zur Verfügung zu stellen, so Kowarik.

Mehr Lebensqualität und Kaufkraft für den Bezirk

Konkret schlägt die FPÖ eine durchgehende Überbauung des Geländes mit weit reichenden Entwicklungsmöglichkeiten für eine moderne und zukunftsweisende Gestaltung vor:

  • Ein größeres Areal mit viel Grünfläche für das Kaiserin Elisabeth Spital
  • Ein Pflegeheim West, welches die regionale gesundheitliche Versorgung verbessern könnte
  • Neue Bildungsstätten im Bereich des Technischen Museums und die Einrichtung einer Art Campus-Gelände
  • Zahlreiche Garagenplätze und Parkmöglichkeiten für Anrainer und Kunden
  • Schaffung von Wohnraum, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben
  • Vorsorge für Schulgebäude mit Grünflächen, Kindertagesheime, Jugendzentren, Spielflächen und Freizeitflächen, Errichtung eines Sportplatzes
  • Parkanlagen mit "Brückenfunktion", z.B. im Bereich Elisabethspital und anschließend an den Jägerpark
  • Errichtung von universitären Einrichtungen und Studentenheimen
  • Museumsbau/Ausstellungsräume, Erweiterung Technisches Museum mit Veranstaltungsraum
  • Durchgehende Fahrradwege
  • Erschließung durch Öffentlichen Verkehr, Schnellbahnstation Johnstraße als Umsteigepunkt

Leider wurden trotz Forderungen der FPÖ und auch seitens des Bezirkes jahrelang keine wesentlichen Schritte zur Nutzung des Westbahnhofgeländes bis zur Johnstraße und in Folge auch noch weiter in den 14. Bezirk gesetzt. Die im Dezember 2006 beschlossene Flächenwidmung hat lediglich die "Filetstücke" rund um die Bahnhofshalle in der konkreten Planung berücksichtigt, aber die größeren Flächen westlich davon vergessen, so Kowarik.

Die nunmehr präsentierte Umgestaltung zur "Bahnhof City Wien West" mit einem 17.000m2 großen Einkaufszentrum sowie Hotel- und Bürobauten macht nur dann Sinn, wenn auch ausreichende Kundenfrequenz gewährleistet ist. Die Senkung dieser birgt die Gefahr, dass die Planungen mit einem Bauchfleck enden und zudem noch die Geschäfte in der äußeren Mariahilfer Straße zum Handkuss kommen. Die Pläne zur Über- bzw. weiteren Verbauung des Westbahnhofgeländes müssen daher rasch umgesetzt werden.

Verbindung innere - äußere Mariahilfer Straße

Dazu bieten sich - alternativ oder kumulativ - mehrere Überlegungen:

  • Unterirdische Führung der Gürtelfahrbahnen sowie der Straßenbahnlinien im Bereich der Mariahilfer Straße: dadurch wäre der Platz frei für innovative Gestaltungen mit nicht kommerzialisierten Freiräumen und Grün- und Bewegungsräumen.
  • Die Fahrbahnen würden ab der Höhe der Felberstraße "abtauchen" und im Bereich Maria vom Siege wieder an die Oberfläche zurückkehren
  • Errichtung einer Querspange im Übergangsbereich mit Anbindung der U-Bahn Stationen U6 und U3 und der neuen Bahnhofs City Wien West
  • Aufwertung der U-Bahnunterführung mit Ansiedlung von Betrieben und freundlicheren Gestaltung

Der Bau der Hauptbibliothek ist Beispiel für gelungene Nutzung des Gürtelmittelstreifens. Auch der Gürtelstreifen südlich des Westbahnhofes bietet Entwicklungspotentiale und würde durch bessere Gestaltung für die anschließenden Grätzeln Aufwertung und Erhöhung der Lebensqualität mit sich bringen, schließt Kowarik. (Schluss) paw

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0003