Ö1-Wirtschaftsmagazin "Saldo" am 7.3.: "Steuerreform - Wirtschaftlich nötig oder politisches Schaulaufen?"

Wien (OTS) - Die Steuerreform steht im Mittelpunkt des von Herbert Hutar gestalteten "Saldo - das Wirtschaftsmagazin" am Freitag, den 7. März um 9.45 Uhr in Ö1.

Der Streit um die Steuerreform könnte ein weiterer Stolperstein für die Koalition werden. Soll die Steuerreform wie vereinbart 2010 kommen oder - wie die SPÖ will - ein Jahr vorgezogen werden? In beiden Fällen muss sie zunächst über Schulden finanziert werden wenn man von drei Milliarden Euro Volumen ausgeht, sagt die Wirtschaftsforscherin Margit Schratzenstaller in einem Studiogespräch. Sie fordert, dass man sich erst über die Ziele der Steuerreform einigen soll, bevor man über den Zeitpunkt streitet. Die ganz niedrigen Einkommen könnten ohnehin nur durch eine Milderung der Sozialabgaben entlastet werden, da diese von der Lohnsteuer schon befreit sind. Die so genannte kalte Progression, also das automatische Hineinwachsen in die nächst höhere Abgabengruppe, wodurch eine Lohnerhöhung zum Großteil ans Finanzamt weitergereicht werden muss, könnte durch eine Bindung an den Verbraucherpreisindex vermieden werden, so Schratzenstaller. Diese kalte Progression wollen die Politiker aber beibehalten, meint der Politikwissenschafter Hubert Sickinger. Denn die kalte Progression ist de facto eine automatische Steuererhöhung, die nicht extra beschlossen werden muss. Als Wahlkampfthema ist eine Steuerreform für die Parteien ein zweischneidiges Schwert. Denn, so hat Sickinger herausgefunden, eine Steuerreform wird vom Wähler so gut wie nie honoriert. Nähere Informationen zum Programm von Österreich 1 sind abrufbar unter http://oe1.ORF.at.

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