Plassnik: "Weder Männermonopol noch Fraueneck - Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam aufgreifen"

Außenministerin bei internationaler Frauenkonferenz in Brüssel

Brüssel (OTS) - "Die heutige Konferenz am Vorabend des 100. Weltfrauentages ist ein Ermutigungsschub an Frauen, den ihnen zustehenden Platz in ihrer Gesellschaft aktiv zu beanspruchen und einzunehmen. Der Beitrag, den Frauen weltweit tagtäglich für die wirtschaftliche und menschliche Sicherheit ihrer Familien und für den Zusammenhalt ihrer Gemeinschaften leisten, muss besser wahrgenommen und höher bewertet werden", erklärte heute Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich der internationalen Konferenz "Women: Stabilizing an Insecure World" in Brüssel.

Diese Konferenz schließt an die internationale Frauenkonferenz "Women Leaders - Networking for Peace and Security in the Middle East" vom Mai 2007 in Wien an und bringt unter anderem 22 Ministerinnen und fünf Staats- und Regierungschefinnen zusammen, darunter Tarja Halonen, Yulia Timoschenko, Varia Vike-Freiberga, Condoleezza Rice sowie Suzanne Mubarak.

Plassnik: "Eine Gesellschaft, die den Beitrag der Frauen geringschätzt, verzichtet freiwillig auf 50 Prozent ihres Potentials, ihres Wissens und ihrer Erfahrungen. Das kann sich keine Gesellschaft leisten. Am Beginn des 21. Jahrhunderts kann es weder "Männermonopole" noch "Frauenecken" geben. Die großen Herausforderungen unserer Zeit - Klima, Sicherheit und Armut - sind nicht geschlechtsspezifisch. Sie betreffen uns alle gleichermaßen -Frauen ebenso wie Männer."

"Wer bei Konfliktlösung und Friedensarbeit - sei es am Balkan, im Nahen Osten oder in Afrika - auf die Kraft der Frauen verzichtet, bremst sich selbst aus. Frauen muss gerade bei diesen Aufgaben entscheidend mehr Gewicht zukommen. Es geht um Respekt und um die Chance zur Mitgestaltung. Frauen sind nicht von vornherein die Besseren oder die Klügeren. Aber sie bringen zusätzliche Talente und Erfahrungen ein", unterstrich die Außenministerin.

Plassnik bekräftigte ihren Vorschlag, im Jahre 2010 eine Zehn-Jahres-Bilanz über die Umsetzung der UNO-Resolution 1325 zur Rolle der Frauen in bewaffneten Konflikten durchzuführen. "Wir brauchen ein umfassendes Bündnis, um alle positiven und kreativen Kräfte in unseren Gesellschaften zu mobilisieren. Dazu bedarf es konkreter Ermutigungssignale und zeitgemäßer Zielsetzungen. Die Resolution 1325 aus 2000 war ein wichtiger Wendepunkt. Jetzt braucht es einen neuen Impuls. Wir Frauen dürfen nicht länger warten, bis die Institutionen so weit sind."

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