Frauentag: Marek präsentiert konkrete Projekte zur Förderung von Frauen in Spitzenpositionen

Aufnahme von Frauenquote und Gehaltstransparenz mittels Zusatzprotokoll in den Corporate Governance Kodex - Förderung von Frauenförderplänen mit 10.000 Euro

Wien (OTS/BMWA) - "Österreich hat klar Aufholbedarf bei Frauen in Spitzenpositionen", so Staatssekretärin Christine Marek, die dazu zwei konkrete Projekte vorlegt. Zur Erhöhung der Zahl von Frauen in Aufsichtsräten plädiert Marek für die Aufnahme einer Frauenquote in ein Zusatzprotokoll des "Corporate Governance Kodex". Der Kodex dient als Regelwerk für verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen in Österreich und richtet sich vorrangig an österreichische börsennotierte Aktiengesellschaften. Außerdem hat er eine wichtige Leitfunktion für zahlreiche weitere österreichische Unternehmen. Marek sieht in dem Kodex das "geeignete Instrument", womit Unternehmen mittels Selbstverpflichtung in die Offensive gehen und ein starkes Signal setzen könnten. Bereits in vier europäischen Ländern (Schweden, Finnland, Norwegen und Spanien) ist die gleichmäßige Verteilung der Geschlechter im Corporate Governance Kodex verankert. Auch sei es sinnvoll, ein Transparenzgebot der Gehaltsstrukturen von Männern und Frauen in dem Kodex zu verankern, so Marek weiter.

Hinsichtlich der von Frauenministerin Bures wiederholt geforderten "Koppelung der Wirtschaftsförderung an Frauenförderung" stellt Marek klar, dass es DIE Wirtschaftsförderung nicht gebe. Wirtschaftsförderung in Österreich bestehe aus einer Vielzahl einzelner Projektförderungen, bei denen jeweils ein bestimmter Förderzweck im Mittelpunkt stehe - vor allem mit dem Schwerpunkt auf Kleine und Mittlere Unternehmen. Die Förderung für konkrete Projekte (wie Investitionen in Innovation, Umwelttechnologie etc.) von Frauenförderplänen abhängig zu machen, würde den ursprünglichen Förderzweck konterkarieren und Förderungen für vor allem kleine Betriebe unmöglich machen.

"Wir stehen jedenfalls für Augenmaß statt Brachialgewalt und deshalb setzt das BMWA gemeinsam mit der AWS nun einen ersten konkreten Schritt, um Frauenförderpläne in KMU auch gezielt zu fördern", so Marek. Mittels eines in Umsetzung befindlichen Pilotprojektes werden Unternehmen aufgerufen, ihre Frauenförderpläne einzureichen. Die besten zehn Frauenförderpläne bekommen einen Zuschuss von 10.000 Euro. Im Anschluss daran ist geplant, aufbauend auf den Ergebnissen und Erkenntnissen weitere Maßnahmen und eine Beratungsschiene zu erarbeiten, so Marek.

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