Weinzinger fordert fixe Frauenquote für Aufsichtsräte

Gesetzliche Verpflichtung statt Marek’s unverbindlicher Empfehlung

Wien (OTS) - "Es ist zwar positiv, dass die Regierung wenigstens kurz vor dem Frauentag den geringen Frauenanteil in den Führungspositionen als Problem entdecken. Aufgrund von frommen Wünschen und unverbindlichen Aufforderungen wird die Zahl der Frauen in den Aufsichtsräten jedoch kaum steigen. Wesentlich effizienter ist eine Quotenregelung, wie sie derzeit in Norwegen praktiziert wird", so Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen. Die Idee von Staatssekretärin Marek zur Frauenförderung greife sie gern auf. "Allerdings sollte nach zwei Jahren mit der freiwilligen Selbstverpflichtung Schluss sein. Nach dieser Übergangsfrist muss eine gesetzlich geregelte und verpflichtende 40 Prozent Quote für die Aufsichtsräte aller börsenotierten Unternehmen gelten", fordert Weinzinger. In Österreich liege der Frauenanteil in den Aufsichtsräten bei unter zehn Prozent und das würde ohne verpflichtende Quoten wohl noch lange so bleiben. Auch der erst kürzlich im EU-Genderbericht bescheinigte Rückgang bei der Zahl der Frauen in Führungspositionen deutet auf ein Manko bei der Frauenpolitik hin.

Durch die gesetzliche 40 Prozent Quote in Norwegen, konnte der Frauenteil in den Aufsichtsräten innerhalb weniger Jahr von sieben auf 38 Prozent gesteigert werden. Ein beachtlicher Erfolg, der zeigt, dass verpflichtende Frauenquoten ein äußerst effizientes Instrument sind. "Denn dass den Lippenbekenntnissen zu mehr Frauen in Führungspositionen ohne gesetzliche Maßnahmen keine Taten folgen, zeigt allein schon die Erfahrung der letzten Jahre. Die Regierung darf nicht noch weitere Jahre mit sinnlosem Zuwarten vergeuden", schließt Weinzinger.

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