Gewerkschaft vida fordert bessere Berufsausbildung für Eisenbahnbeschäftigte

Heute weltweiter Aktionstag der Internationalen Transportarbeiter Föderation (itf) - Gewerkschaft für Einführung von sieben neuen Lehrberufen bei den ÖBB

Wien (vida/ÖGB) - Eine bessere Berufsausbildung für die Beschäftigten im Eisenbahnbereich fordert Gottfried Winkler, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Schiene in der Gewerkschaft vida. "Höhere Qualifikation bedeutet nämlich nicht nur bessere Berufschancen, sondern bringt auch den Fahrgästen mehr Sicherheit", bekräftigte Winkler anlässlich einer Aktion der Gewerkschaft vida am Wiener West- und Südbahnhof im Rahmen des heutigen weltweiten Aktionstages der Internationalen Transportarbeiter Föderation (itf). Die Gewerkschaft warb dabei in den Morgenstunden bei den Fahrgästen und PendlerInnen für die Anliegen der von ihr vertretenen EisenbahnerInnen in Ausbildungs- und Sicherheitsfragen. Der itf-Aktionstag findet bereits zum neunten Mal hintereinander statt und steht heuer unter dem Motto "Für die Zukunft der Bahnen".++++

Durch die Liberalisierungen würden heute in ganz Europa immer mehr unterschiedliche Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) die Schienennetze befahren, so Winkler weiter. "Leider gibt es keine einheitlichen Ausbildungsstandards oder Richtlinien, wie dies etwa im Straßenverkehr durch die österreichische Straßenverkehrsordnung gegeben ist", verdeutlichte der stellvertretende Vorsitzende der vida-Sektion Verkehr.

"Während die Ausbildungsrichtlinien und Prüfungen für den Erhalt eines Führerscheins in der EU standardisiert sind, gibt es im Schienenbereich keine einheitlichen Ausbildungskriterien", bemängelt Winkler. Die Gewerkschaft vida fordert in diesem Zusammenhang das Verkehrsministerium auf, zumindest die Berufsbilder von allen Eisenbahnberufen mit sicherheitsrelevanten Aufgabengebieten (etwa TriebfahrzeugführerInnen, Zugbegleitpersonal, WagenmeisterInnen und VerschieberInnen) per Verordnung rasch klar zu definieren. "Das ist ein erster notwendiger Schritt in Richtung einheitlicher Ausbildungskriterien für Eisenbahnbeschäftigte und mehr Sicherheit", betonte der Gewerkschafter.

Auch die Einführung neuer Lehrberufe im Eisenbahnsektor sei der Gewerkschaft ein Anliegen. In Zusammenarbeit mit den ÖBB habe man Berufsbilder für vier technik- und drei verkehrsorientierte neue Lehrberufe erarbeitet und vorgeschlagen (Eisenbahn-Fahrzeuginstandhaltungstechnik, Eisenbahn-Telekommunikationstechnik, Eisenbahn-Elektrotechnik und Eisenbahn-Sicherungstechnik bzw. Eisenbahn-Transporttechnik, Eisenbahn-Fahrzeugtechnik sowie Eisenbahn-Betriebstechnik). "Diese neuen Berufsbilder gilt es nun mit Leben zu erfüllen und in die Praxis umzusetzen, um gemeinsam mit den ÖBB und der Wirtschaftskammer neue Akzente in der Berufsausbildung bei der Bahn setzen zu können", appellierte Winkler und bekräftigte: "Die Gewerkschaft will neue und bessere Ausbildungschancen, damit die Jugendlichen für die komplexen Anforderungen der Arbeitswelt von morgen gut gerüstet sind."

SERVICE: Fotos vom Aktionstag in druckfähiger Auflösung stehen unter www.oegb.at zur Verfügung.

ÖGB, 6. März 2008 Nr. 146

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