Blitzblank - aber nicht um jeden Preis!

Allein im März und April werden sich laut KfV-Prognose täglich 55 Personen in Österreich beim Frühjahrsputz verletzen. Deshalb auf wagemutige Kletterexperimente besser verzichten!

Wien (OTS) - Österreichs Krankenhäuser müssen sich in diesen Tagen auf etwa 55 verletzte Frühjahrsputzer pro Tag einstellen. "Rund die Hälfte der Putzwütigen verletzen sich, weil sie entweder ausrutschen, stolpern oder aus der Höhe fallen - ein weiteres Drittel erleidet Schnittverletzungen", weiß Dr. Kisser, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Mit etwa 20 Prozent gehört der Sturz aus der Höhe neben Schnittverletzungen und dem Sturz auf gleicher Ebene zu den Hauptursachen der Verletzungen beim Putzen. Nicht selten sind wagemutige Kletterexperimente der Grund dafür. Wer kennt das nicht - nur mal kurz auf den wackeligen Sessel oder auf die Küchenzeile steigen, um auch wirklich den entlegendsten Winkel mit dem Staubwedel zu erreichen - und schon ist es passiert! Es kommt schlimmstenfalls zu offenen Wunden (rund 30%), Knochenbrüchen (rund 25%) und Prellungen (etwa 20 %).

Der Frühjahrsputz ist weiblich

Die Vielfältigkeit der Unfallhergänge reicht von "beim Abwaschen zerbrach Trinkglas und ich habe mich an der Hand geschnitten" bis zu "beim Fensterputzen ausgerutscht und zwei Meter tief gefallen". Speziell beim Putzen von hohen Gegenständen, wie Kasten oder Küchenzeile ist oberste Vorsicht geboten. Es sollten ausschließlich Leitern verwendet werden - auf keinen Fall wackelige Türme aus Möbeln bauen. Wer eine Trittleiter benutzt, tut gut daran, nicht nur Socken oder Strümpfe zu tragen, sondern auch auf rutschfeste Schuhe zurückzugreifen. Ältere Menschen sollten am besten professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, denn gerade Frauen über 60 sind besonders sturzgefährdet. Mehr als die Hälfte alle Verletzten nach Stürzen kommt aus dieser Gruppe. Nach wie vor ist der Frühjahrsputz fest in weiblicher Hand: Rund zwei Drittel aller Verletzten sind Frauen.

Nicht zu viel auf einmal

Der Frühjahrsputz ist immer eine anstrengende und langwierigen Sache. Umso verständlicher ist es, dass viele ihn so schnell wie möglich hinter sich bringen wollen. "Trotzdem rate ich allen, nicht alles auf einmal zu wollen und Pausen einzulegen - denn Überanstrengung und Eile erhöhen das Unfallrisiko", sagt Kisser. Wer sich also Zeit nimmt und sein Putzvorhaben ausreichend plant, kann schmerzhaften Konsequenzen leicht aus dem Weg gehen: Deshalb vor dem Putzen am besten Aufräumen und Ausmisten, denn das reinigt nicht nur das Gemüt, sondern macht auch das Abstauben, Saugen und Putzen leichter.

Achtung Stolperfallen

Auch mögliche Stolperfallen können gleich mit entsorgt werden. Eine gute Ausrüstung darf ebenfalls nicht vernachlässigt werden: Eng anliegende aber bequeme Kleidung und flache, rutschfeste Schuhe sind optimal. Vorsicht auch bei herumstehenden Kübeln, Putzmitteln oder Schrubbern. Auf keinen Fall mitten im Raum stehen lassen, denn so werden aus Putzhelfern schnell Stolperfallen. Besondere Vorsicht ist beim Fensterputzen geboten. Waghalsige Kletterexperimente auf dem Fensterbrett sind lebensgefährlich! Deshalb sollten Fenster grundsätzlich nur von innen geputzt werden - für schwer zugängliche Stellen am besten einen Reiniger mit einem langen Stiel verwenden.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Kerstin Gardill
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Marketing & Kommunikation
Tel.: 05 77 0 77-1906
E-Mail: kerstin.gardill@kfv.at
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