Kunst- und Kulturgutdiebstähle weiterhin rückläufig

Niedrigste Zahl von Kunstdiebstählen seit zehn Jahren

Wien (OTS) - Das Bundeskriminalamt verzeichnete im Jahr 2007 insgesamt 131 Kunstdiebstähle in Österreich. Das sind um elf Straftaten weniger als im Jahr zuvor. 17 Fälle davon wurden ganz oder zum Teil aufgeklärt, auf Grund dessen Kunstwerke im Wert von mehr als 3,5 Mio. Euro an die Eigentümer zurückgegeben werden konnten. Der Wert entspricht etwa 60 Prozent der Gesamtschadensumme in der Höhe von 5,9 Mio. Euro.

Den geringsten Anfall an Kunstdiebstählen wiesen Vorarlberg mit einem Fall und das Burgenland mit drei Fällen auf. Am stärksten belastet war Wien mit 48 Straftaten, gefolgt von Niederösterreich mit 25.

Im Jahr 1997 wurden 162 Kunstdiebstähle in der Kriminalstatistik erfasst. In den Folgejahren stieg diese Zahl etwas an, fieldann aber wieder und erreichten im Jahr 2004 mit 284 Straftaten ihren Höhepunkt. Auffällig war dabei der hohe Anteil von Diebstählen aus Kirchen und Kapellen (110 Fälle). Im Bundeskriminalamt reagierte man auf diese Entwicklung umgehend und startete im Frühjahr 2005 eine Präventionsoffensive. Im Mittelpunkt standen die Sensibilisierung der Kirchenverantwortlichen und die Präsentation praktikabler Vorbeugungsmaßnahmen.
Wie sehr sich die Präventionsarbeit auf diesem Gebiet gelohnt hat, zeigt die Statistik sehr eindrucksvoll. 2006 verringerten sich die Kunstdiebstähle aus Kirchen auf 26 Fälle, 2007 waren es nur mehr 25.

Rückfragen & Kontakt:

Bundeskriminalamt
Mag. Erich Zwettler
Tel.: 01 24836 85300

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NIN0001