Kranzl: Bilaterale Beziehungen zu Ägypten werden intensiviert - erste Detailprojekte festgelegt

Staatsbesuch von Verkehrsminister Mansour war Erfolg für österreichische Wirtschaft

Wien (SK) - Erfreut über die Ergebnisse des Staatsbesuches des ägyptischen Verkehrsministers Mohamed Mansour zeigte sich gestern, Dienstag, die Staatsekretärin für Forschung und Innovation Christa Kranzl im Rahmen einer Pressekonferenz. Vereinbart wurde die Intensivierung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ägypten im Bereich Infrastruktur. "Minister Mansour hat ein Versprechen eingelöst, dass er im letzten Oktober gegeben hat", so Kranzl. Damals habe man im Rahmen eines Staatsbesuches einer Österreichischen Delegation unter Leitung von Bundespräsident Heinz Fischer ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, jetzt sei es gelungen, fünf Detailprojekte in einer Größenordnung von 70 bis 80 Millionen Euro festzulegen, die von österreichischen Betrieben umgesetzt werden sollen. ****

Die Prioritätenliste umfasst Gleisbaumaschinen, ein River Information System für den Nil, Signaltechnik und Bahnübergänge, Inspektion und Analyse von Eisenbahnbrücken und modulare Stahlbrücken, führte Kranzl aus. "Es geht nicht nur darum, etwas zu verkaufen, sondern auch Betreiberwissen weiterzugeben", so Kranzl. Für sie als Staatssekretärin für Foschung und Innovation gehe es darüber hinaus auch darum, den Technologietransfer voranzutreiben, denn, so Kranzl, Österreich sei wegen mangelnden Technologietransfers immer wieder Kritik der europäischen Kommission ausgesetzt gewesen "und ich habe mir zum Ziel gesetzt, diesen zu intensivieren".

Man habe in den Tagen des Staatsbesuches von Minister Mansour "ein intensives Programm gehabt", so Kranzl, denn man habe die Zeit genützt, österreichische Unternehmen des Bereiches Verkehr und Infrastruktur vor Ort zu präsentieren. So habe man etwa der Asfinag einen Besuch abgestattet, man habe sich bei der Firma Kapsch Mautsysteme umgesehen und habe sich bei der Firma Zelisko über Bahnübergangssicherheits-systeme informiert. Bei der Firma Frequentis habe man sich das Danube River Information System präsentieren lassen und bei den Wiener Linien konnte sich die ägyptische Delegation ein Bild über das Wiener U-Bahn-System machen, denn, so Kranzl, "der U-Bahn-Bau hat in Kairo besondere Bedeutung".

Zur Finanzierung merkte Kranzl an, dass ein Soft-Loan-Abkommen in der Höhe von 50 Millionen Euro, dass Staatssekretär Matznetter ausverhandelt habe, ratifiziert werden soll, "das Erleichtert die Umsetzung dieser Projekte". Abschließend wünschte Kranzl dem Ägyptischen Verkehrsminister viel Erfolg bei der Umsetzung der geplanten Infrastrukturprojekte, "die aus österreichischer Sicht gewaltig sind".

Mansour bemerkte, dass man in Ägypten schnell Fortschritte im Bereich Infrastruktur machen möchte, deshalb sei man gerne bereit, gut funktionierende Systeme aus anderen Ländern zu übernehmen. Mit Österreich verbinde Ägypten eine langjährige freundschaftliche Beziehung und er sei erfreut, so Mansour, dass die Wirtschaftsbeziehungen durch die geplanten Projekte noch enger werden. (Schluss) sw

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0002