FSG-GPA-DJP Frauen fordern rasche Umsetzung der Mindestsicherung

Steuerreform und Mindestsicherung muss ökonomische Lage der Frauen verbessern

Wien (FSG-GPA-DJP) - Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Frauentages drängt die FSG-Frauenvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), Ingrid Streibel-Zarfl, auf eine rasche Umsetzung der Mindestsicherung und auf eine Steuerreform, die niedrige Einkommen entlastet. ++++

"Da die Einkommen aus Teilzeitbeschäftigung und prekärer Beschäftigung oft nicht ausreichen, sind immer mehr Frauen armutsgefährdet. Im Sinne einer nachhaltigen Bekämpfung der Armut fordern wir die rasche Umsetzung der Mindestsicherung, die vom Arbeitsmarktservice AMS ausbezahlt und verwaltet werden muss. Denn nur so können armutsgefährdete Menschen schnell wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden", erklärt Streibel-Zarfl.

Es sind zwar mehr Menschen in Beschäftigung, aber das ist auf den Anstieg von Teilzeitbeschäftigung und von prekären Beschäftigungsformen zurückzuführen. Waren vor zehn Jahren noch rund ein Drittel der Frauen teilzeitbeschäftigt, so sind es heute schon über 40 Prozent. "Entsprechend erwarten wir uns von der Steuerreform eine deutliche Entlastung der niedrigen Einkommen", fordert Streibel-Zarfl.

Streibel-Zarfl weiter: "Was die Steuerreform betrifft sind wir gegen das Familiensplitting, weil in diesem Steuermodell besonders stark der hoch bezahlte Alleinverdiener profitiert, auch dann, wenn er keine Kinder hat. Für Frauen von gut verdienenden Männern bietet das Familiensplitting Anreize, zu Hause zu bleiben."

"Auch prekäre Beschäftigungsformen müssen reduziert werden. Die soziale Absicherung der freien DienstnehmerInnen war ein großer Erfolg der Gewerkschaften. Nun muss das soziale Netz für die WerkvertragsnehmerInnen enger werden", so Streibel-Zarfl weiter.

"Die stetig wachsende Gruppe der "working poor", also jener Menschen, die trotz Erwerbstätigkeit kein ausreichendes Einkommen erzielen, benötigt Unterstützung, sei es in Form von steuerlicher Entlastung, sei es durch Qualifizierungsmaßnahmen für attraktivere Jobs. Dazu gehört auch eine flächendeckende und leistbare Kindbetreuung, die es Frauen ermöglicht, ein normales Erwerbsleben zu führen ", so Streibel-Zarfl abschließend.

FSG, 4.März 2008 Nr. 12

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