Zwerschitz: "Die ‚Pille danach‘ hilft, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern!"

Grüne bedauern die mangelnde Bereitschaft der ÖVP, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen

Wien (OTS) - "Der heutige Familienausschuss hat den Entschließungsantrag der Grünen zur rezeptfreien Abgabe der ‚Pille danach‘ an Schulen, gedacht als erster Schritt zur flächendeckenden rezeptfreien Abgabe des Medikaments, vertagt. Während die SPÖ einer rezeptfreien Abgabe positiv gegenübersteht, will sich die ÖVP dem Thema einfach nicht widmen. Von FPÖ und BZÖ ist hier ohndies nichts zu erwarten", erklärte die Jugendsprecherin der Grünen Barbara Zwerschitz. Faktum ist jedoch, dass Studien aus den USA und aus skandinavischen Ländern belegen, dass durch die rezeptfreie Abgabe der 'Pille danach' ungewollte Teenager-Schwangerschaften deutlich reduziert werden können. Nebenwirkungen des Medikaments sind nicht bekannt. "Es bremst wieder einmal die ÖVP, für die diese Diskussion wohl eine ideologische Frage darstellt", analysiert Zwerschitz. "Gerade in ländlichen Regionen ist der Zugang zur Pille danach durch die engen sozialen Bedingungen schwierig. Eine Abgabe an Schulen würde den Betroffenen nicht nur mehr Sicherheit bieten, sondern auch mehr Aufklärung - nicht nur über Schwangerschaft sondern auch über Verhütung".

Die 'Pille danach' ist keine Abtreibungspille. Sie verhindert die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter und hat daher mit einer Abtreibungspille nichts gemeinsam. Aber im Gegensatz zu 14 europäischen Ländern, wo das Medikament rezeptfrei abgegeben wird, herrscht in Österreich nach wie vor Rezeptpflicht. Die Möglichkeit im Notfall ohne Rezept abzugeben wird leider nicht von allen Apotheken genutzt.

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