Sanofi-aventis fordert einfachere Erstattung für Insulin glargin1

Wien (OTS) - Im Rahmen eines Fachsymposiums mit dem Titel "Die moderne Welt der Insulintherapie" überschatteten erneut die Kosten-und Erstattungssituation in Österreich die Errungenschaften der Medizin. Ein neuer Insulin-Fertigpen2 wurde von sanofi-aventis vorgestellt.

Doch was nutzen Innovationen in der Medizin, wenn Patienten der einfache Zugang zu diesen Medikamenten und Devices verwehrt wird.

"In Österreich leben derzeit 390.000 behandelte Diabetiker, die reale Zahl ist wahrscheinlich weit höher", sagte Ao. Univ. Prof. Dr. Ludvik, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel am AKH, Univ.-Klinik für Innere Medizin III, Klinische Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechel. Laut den Guidelines der Österreichischen Diabetes Gesellschaft wird ab einem HbA1c-Wert größer gleich 7% unter maximaler oraler antidiabetischer Therapie eine Insulintherapie empfohlen. Gut geeignet für viele Diabetiker ist dabei die Gabe von Insulin glargin. Dieses Basalanalogon hat als einziges Insulin eine dosisunabhängige Wirkdauer von bis zu 24 Stunden und muss daher nur 1 x täglich gespritzt werden.

Univ. Prof. Dr. Monika Lechleitner, Fachärztin für Innere Medizin am Landeskrankenhaus Hochzirl, Abteilung für Interne Medizin/Geriatrie, bestätigt, dass die Kosten nicht das eigentliche Problem darstellen: "Nur 10 % der Kosten werden für die Behandlung aufgewendet, der Rest ist notwendig, um die Folgeschäden zu therapieren, die bei schlechter Einstellung oder zu später Gabe von Insulin entstehen." Eine Untersuchung3 bestätigt, dass Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern in der Verwendung moderner Insulintherapie weit hinterherhinkt. Noch immer werden in 65 % der Fälle Mischinsuline verschrieben. Rechnet man eine Therapie mit Insulin glargin durch, sieht man, dass durch die Einmalgabe weniger Materialien verwendet werden und auch weniger Blutzuckermessungen notwendig sind. Das Risiko der nächtlichen Hypoglykämien wird im Vergleich zu den Mischinsulinen deutlich reduziert. Der Patient gewinnt Sicherheit und Lebensqualität.

"Der Patient muss miteinbezogen werden, das ist ganz wesentlich bei der Insulintherapie. Die moderne Welt der Insulintherapie schafft die Voraussetzung für eine individuelle Einstellung für
den Patienten - man muss sie nur nutzen", bekräftigt Univ. Prof. Dr. Hermann Toplak, Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechsel an der medizinischen Universität Graz.

Aber genau da liegt auch das Problem: Insulin glargin ist 2nd-Line erstattet, das bedeutet dass Patienten symptomatische wiederkehrende, nächtliche Hypoglykämien mit einem anderen Insulin aus der grünen Box aufweisen müssen, damit sie eine Therapie mit Insulin glargin bewilligt bekommen. Wenn man bedenkt, dass das Produkt für Patienten ab 6 Jahren zugelassen ist, stellt Dr. Hubert Dreßler, ausgebildeter Mediziner und Geschäftsführer sanofi-aventis unmissverständlich klar:
"Es ist unverantwortlich, wie in Österreich mit Patienten - speziell mit Kindern - umgegangen wird. Ich kann als Mediziner ethisch nicht verantworten, ein 6-jähriges Kind oder auch pflegebedürftige Patienten in einen Hypo zu jagen, nur damit man die moderne Therapie bewilligt bekommt. Das ist ein Verhindern von Innovationen in Österreich!"

84,1 % der teilnehmenden Ärzte am Symposium4 stimmten überein, dass die derzeitige Erstattungssituation zu kompliziert ist. Sanofi-aventis fordert nun erneut die grüne Boxenerstattung für das Produkt Lantus(R) ein.

Über sanofi-aventis:

Sanofi-aventis ist ein führendes, globales Pharmaunternehmen, das therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vertreibt, um das Leben der Menschen zu verbessern. Sanofi-aventis ist an den Börsen in Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) gelistet.

1) Insulin glargin ist in Österreich unter dem Handelsnamen Lantus (R) erhältlich. 2) Der neue Insulin-Fertigpen Solostar(R) ist in Österreich für die Produkte Lantus(R) und Apidra(R) erhältlich. 3) Insutrack-Marktumfrage 2007

4) Digivote-Auswertung anlässlich des Symposiums "Die moderne Welt der Insulintherapie" am 29.2.2008.

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