Haimbuchner: Darabos überschreitet Belastungsgrenze des Heeres

Luftbrücke von Hörsching überfordert Gerät und Personal

Wien (OTS) - "Mit der Entsendung weiterer 70 Soldaten in den
Tschad rückt die Stunde immer näher, ab der die Luftbrücke von Hörsching aus in vollem Umfang aufgenommen wird. Zweimal in der Woche wird die C 130 Flotte, die nur aus drei Maschinen besteht, Flüge in den Tschad nach N'Djamena und Abeche unternehmen, um die 160 Soldaten des österreichischen Kontingents zu versorgen. Dies überfordert sowohl Gerät als auch Personal." Dies stellte heute der oberösterreichische FPÖ-Nationalratsabgeordnete Dr. Manfred Haimbuchner fest.

"Obwohl die Truppe selbst Großartiges leistet und ihre Pflicht erfüllt, fordert der Minister zu viel und ist nicht bereit, das notwendige Material zur Verfügung zu stellen. Wie soll über derart langen Zeitraum - die Mission dauert sicher länger als bis zum 30. Juni - eine Luftbrücke mit drei Transportmaschinen aufrechterhalten werden? Die gecharterten Transportmaschinen übernehmen lediglich einen Teil der Flüge, die Hauptlast trägt die Transportflotte des Heeres", so Haimbuchner.

Der FPÖ-Nationalrat berichtet davon, dass bereits jetzt beim Personal große Unzufriedenheit zu vernehmen sei. "Nicht weil man sich vor der Aufgabe drückt, sondern weil die politische Führung die Mittel verweigert."

Es stelle sich zudem die Frage, so Haimbuchner, wie die zusätzlichen Aufgaben der Versorgung für den Bosnien- und Kosovo-Einsatz erfolgen sollen. "Allfällig gecharterte Flugzeuge für diese Missionen müssten den Kosten für den Tschadeinsatz zugerechnet werden, womit sich der Verdacht bestätigt, dass die kolportierten 25 Millionen Euro für den Einsatz getürkt sind und in Wirklichkeit bei bis zu 50 bis 75 Millionen Euro liegen", zeigte Haimbuchner auf.

Abschließend bekräftigte Haimbuchner die Forderung der FPÖ "dieses afrikanische Abenteuer zu unterlassen und das Heer für Einsätze im Inland und am Balkan aufzurüsten."

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