Klement/ Belakowitsch-Jenewein: 5. Bericht zur Lage der Jugend in Österreich ist kaum aussagekräftig

FPÖ attestiert absolute Themenverfehlung bei enorm wichtigem Jugendbericht

Wien (OTS) - "Der heute im Familienausschuss behandelte 5. Bericht zur Lage der Jugend in Österreich ist eine glatte Themenverfehlung, denn es ging um "Gender Mainstreaming und geschlechtssensible Ansätze in der außerschulischen Jugendarbeit". Dieses Thema hat nur sehr rudimentär mit der Lage unserer Jugend in Österreich zu tun. Aktuelle jugendspezifische Themen sind nämlich: Gescheiterte Familien und die Auswirkungen auf die Entwicklung, die Zustände an unseren Schulen, die Lehrplatzproblematik, Jugendkriminalität und Jugendgewalt, die Sicht der eigenen Zukunft und Versorgung im Alter, die Gewaltverherrlichung in den Medien insbesondere in Fernsehen, Computerspielen und Gangster-Rap Musik, um nur einige Themen anzusprechen", zeigten sich die beiden FPÖ-NAbg. DI-Karlheinz Klement und Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein empört.

Klement: "Der Bericht an sich ist wenig aussagekräftig. Von möglichen über 20.000 ausgesandten Fragebögen langten lediglich 203 bei den Erstellern des Berichts ein. Dies entspricht einem Rücklauf von 1,01%. Der im Ausschuss getätigte Hinweis, dass dabei eine schwankungsbreite von etwa 7% vorliegen würde ist unrichtig. Es hat sich hierbei nämlich nicht um eine repräsentative Stichprobe sondern um eine selektive Rücksendung gehandelt." Belakowitsch-Jenewein ergänzte, dass natürlich eher Organisationen die Fragebögen ausfüllten, denen Gendermainstreaming sowieso nahe liege, als solche, die zu diesem Thema eher keinen Zugang hätten.
"Aufschlussreich ist außerdem, dass der Bericht etwa 145.000,- Euro gekostet hat, der erste Budgetansatz für Gendermainstreaming des Familienministeriums jedoch insgesamt nur 50.000,- Euro beträgt", gab Belakowitsch-Jenewein zu bedenken.

Neben der Tatsache, dass der präsentierte Maßnahmenkatalog zur Umsetzung von Gendermainstreaming sich in keinster Weise an die "Ergebnisse" des Berichts anlehne, handle es sich bloß um eine völlig unreflektierte Aufzählung von Forderungen der extremen Linken, schlussfolgerte Klement und stellte fest, dass es nicht nur unseriös sondern auch verantwortungslos sei, aus einem nicht repräsentativen Jugendbericht einen Maßnahmenkatalog abzuleiten. Bemerkenswert sei auch gewesen, dass die ebenfalls anwesende Vorsitzende der Bundesjugendvertretung, Dudu Kücükgöl, keinerlei Antwort auf seine, Klements, Frage habe geben können, wie denn aus ihrer Sicht, die neue "Heilslehre" Gender Mainstreaming mit dem Islam in Einklang gebracht werden könne.

Die FPÖ spricht sich klar für die Gleichberechtigung von Mann und Frau aus. Gendermainstreaming bedeutet jedoch die Auflösung der Geschlechter und ihrer Ausprägungen. "Wir sind gegen die von oben verordnete Auslöschung des biologischen Geschlechts insbesondere über das Mittel der Beeinflussung und Indoktrinierung von Kleinkindern im Kindergarten", so Klement. "Daher hat sich die FPÖ im Ausschuss gegen die Enderledigung des Berichts ausgesprochen. Wir fordern die Behandlung im Plenum, damit die Öffentlichkeit erfährt, wofür unser Steuergeld ausgegeben wird."

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