Gradauer: Steuerreform zur Entlastung des Mittelstandes ist überfällig

Wien (OTS) - Die Ansage der ÖVP, eine Steuerreform nur bei ausgeglichenem Budget, also ohne neue Schulden, umsetzen zu können, ist für FPÖ-Budgetsprecher NAbg Alois Gradauer mehr als scheinheilig. "Dieses Prinzip wurde auch in den letzten 50 Jahren nicht eingehalten. Der vorgebliche Sinneswandel der ÖVP ist deshalb unglaubwürdig", so Alois Gradauer.

Für die FPÖ gäbe es Ausnahmefälle, in denen eine Steuerreform auch ohne Nulldefizit notwendig sei. "Jetzt ist so ein Fall gegeben", betont Gradauer. "Nachdem die Inflation anhaltend hoch ist, muss man gerade jetzt durch eine Steuerreform gegensteuern, damit sich vor allem die unteren und mittleren Einkommen das Leben wieder leisten können", so Gradauer.

"Das Durchschnittseinkommen des Mittelstandes, ist heute, bereinigt, auf dem Stand von 1998", berichtet Gradauer. "Nicht nur der Euro ist schuld daran, dass alles teurer geworden ist, auch die Einkommen sind zurückgeblieben. Effektiv gab es bei den mittleren Einkommen zehn Jahre lang keine Gehaltserhöhung, denn die kalte Progression hat fast alles aufgefressen", so der freiheitliche Budgetsprecher.

Eine Steuerreform, die unseren Mittelstand entlastet, sei höchst an der Zeit. "Die Einbußen bei der Mehrwertsteuer zeigen deutlich, dass der Inlandskonsum stark zurück gegangen ist. Das bedeutet, dass die Menschen zu wenig Geld haben. Die Güter des täglichen Bedarfs sind einfach zu teuer geworden", betont Gradauer.

Wenn die Regierung vernünftig arbeitet, müsse sich eine Steuerreform 2009 auch zeitlich ausgehen. "Man muss es nur wollen", so Gradauer abschließend.

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