DARMANN: "Aufmarsch des österreichischen Tschad-Kontingents stoppen"

"Einsatz gilt in erster Linie nicht dem Schutz der Flüchtlinge, sondern verfolgt rein militärische Ziele"

Wien (OTS) - Zum heutigen weiteren Aufmarsch des österreichischen Tschad-Kontingents meinte BZÖ-Wehrsprecher Abg. Mag. Gernot Darmann, daß es nun höchst an der Zeit wäre, diese Truppenverlegung zu stoppen. "Verteidigungsminister Darabos wäre gut beraten, diese Truppenverlegung zu beenden, solange noch die Möglichkeit dazu besteht", so Darmann weiter, der derzeit an einer WEU-Tagung in Laibach teilnimmt.

"Bei dieser WEU-Tagung wurde auch festgehalten, daß es logischerweise für einen solchen Einsatz einen größeren finanziellen Spielraum geben müsse. Das österreichische Bundesheer hat aber einen solchen finanziellen Polster nicht. Die Millionen Euro, die dieser Einsatz verschlingen wird, bräuchte das Heer selbst. Es ist nicht verantwortbar, daß diese Kosten vom Verteidigungsressort getragen werden. Für den Auslandseinsatz muß es zusätzliche Mittel geben. Darabos hat für das Bundesheer nichts übrig", kritisierte Darmann.

Außerdem solle Darabos endlich darlegen, wie lange die Tschad-Mission letztendlich wirklich dauern werde. "Nachdem nun die Einsatzbereitschaft des österreichischen Kontingents im März hergestellt sein wird, erscheint es unwahrscheinlich, daß die österreichischen Soldaten dann nur bis Ende Juni 2008 im Tschad bleiben werden. Hier muß der Verteidigungsminister Klarheit über die echte Einsatzdauer schaffen, denn dieser Auslandseinsatz des österreichischen Bundesheeres wird sicher länger als bis zum 30. Juni 2008 andauern," meinte Darmann.

Weiters wurde bei der WEU-Tagung lanciert, daß dieser Tschad-Einsatz nur dazu diene, um damit auf die weitere Krisenregion Dafur Einfluß nehmen zu können. Somit sei klar, daß dieser Einsatz nicht in erster Linie dem Schutz der Flüchtlinge und Hilfsorganisationen gelte, sondern rein militärische Ziele verfolge, schloß Darmann

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