Ö3-Verkehrsaward 2008:"Ö3 als Verkehrsleitzentrale für die UEFA EURO 08"

Ö3ver des Jahres kommt aus Vorarlberg

Wien (OTS) - Das Hitradio Ö3 und das Innenministerium prämieren heuer bereits zum siebten Mal all jene mit dem "Ö3-Verkehrsaward", die tagtäglich einen Beitrag zur Verkehrssicherheit in Österreich leisten: Dazu gehören Vertreter aus den Bereichen Polizei, Rettung, Feuerwehr, Straßenmeisterei und 16.000 Ö3ver. Dominik Winkler aus Vorarlberg wurde am 4. März im Rahmen der Verleihung als Ö3ver des Jahres 2007 ausgezeichnet. Überreicht wurde die Auszeichnung beim "Ö3-Verkehrsaward" von Bundesminister für Inneres Günther Platter, ORF Hörfunkdirektor Dr. Willy Mitsche und Ö3-Senderchef Georg Spatt. Zusätzlich wurde das Bearbeitungssystem (TIC: Traffic Information Centre) zum standardisierten Meldungsaustausch in Hinblick auf die EURO 08 präsentiert.

Die EURO 08 ist die Großveranstaltung im heurigen Jahr. Hunderttausende Fußballfans werden im Juni zu den Spielstätten pilgern - mit Bus, Bahn oder PKW - die Ö3-Verkehrsredaktion liefert den Überblick. Sei es die staufreie Route, der verfügbare Parkplatz oder die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln - jeder Besucherstrom zu und von den Stadien wird genau erfasst. Diese Flut an Informationen bedarf einer immer schneller werdenden Verarbeitung der Meldungen. Zusammen mit der Polizei wird daher erstmals das Bearbeitungssystem TIC zum standardisierten Meldungsaustausch eingesetzt.

TIC - von dem deutschen Softwareunternehmen GEWI entwickelt - wird grundsätzlich seit 2002 in der Ö3 Verkehrsredaktion verwendet. Der Vorteil des Systems liegt in der raschen Meldungseingabe. Die Meldungen werden ähnlich einem Baukastenprinzip zusammengesetzt. Aus Straßenlisten bzw. Ereignislisten (Unfall, Stau, Baustelle) setzt der Redakteur die Meldung zusammen. Parallel wird die Meldung codiert und kann über beliebig viele Ausspielkanäle dargestellt werden. Einerseits in gesprochener Form über Hitradio Ö3 - andererseits über RDS-TMC - der digitalen Verkehrsinformation zur Routenplanung im Navigationsgerät.

Ab sofort kommt es zu einer wesentlichen Verbesserung beim Informationsaustausch, denn die Polizei stattet nun auch Ihre Dienststellen mit diesem Bearbeitungssystem TIC aus. Musste der Beamte früher jede Meldung per Telefon absetzen - so geht das ab sofort auch online per Datenmail.
Das bedeutet, der Meldungsaustausch wird noch schneller als bisher. Gerade im Hinblick auf die Euro 08 ist eine rasche Meldungsweitergabe das Um und Auf zur Lenkung der Verkehrsströme.

Mehrsprachige Verkehrsmeldungen im Hitradio Ö3

Zusätzlich wird das Hitradio Ö3 rund um die EURO 08 Verkehrsmeldungen in den 14 Sprachen der EURO 08-Teilnehmer als Service für die Fußballfans auf Sendung bringen.

Der Ö3 Verkehrsaward 2008

Kategorie Feuerwehr
Preisträger: Freiwillige Feuerwehr Gloggnitz - Stadt

18. Dezember 2007:
Innerhalb von zwei Stunden sind auf der S6 im Bereich zwischen Gloggnitz und Neunkirchen gleich drei Unfälle passiert.
Die Feuerwehr Gloggnitz hat die Ö3-Verkehrsredaktion schon bei der Alarmierung über den bevorstehenden Einsatz informiert und auch vor Ort über die Bergungsarbeiten am Laufenden gehalten.
Nur durch verlässliche Partner wie die Feuerwehr Gloggnitz ist es uns möglich, unsere Hörer rechtzeitig und umfassend zu informieren! Vor allem für so schwierige Straßenstücke wie die kurvige S6 ist das ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer.

Kategorie Polizei
Preisträger: Autobahnpolizei Haid

15. August 2007:
Es ist kurz vor drei Uhr Früh, als bei Asten in Oberösterreich ein PKW in falscher Richtung auf die Westautobahn auffährt. Der 38-jährige Geisterfahrer, dem schon Jahre zuvor wegen Alkohols am Steuer der Führerschein abgenommen wurde, ist auch diesmal mit 1,54 Promille schwer alkoholisiert und rast mit Vollgas auf der A1 gegen die Fahrtrichtung.
Geschockte Autofahrer schlagen Alarm, sofort rücken Beamte der Autobahnpolizei Haid aus, um den Geisterfahrer zu stoppen. Unter Lebensgefahr gelingt es den Polizisten bei Ansfelden, dem Mann am Pannenstreifen den Weg abzuschneiden und ihn so anzuhalten.
Dieser Fall ist kein Einzelfall. Allein im Jahr 2007 konnten die Autobahnpolizisten in Haid neun Mal Geisterfahrer auf der Autobahn stoppen und auf diese Weise Leben retten, jeweils unter Einsatz ihres eigenen Lebens.

Kategorie Ö3ver des Jahres
Preisträger: Ö3ver 14717 - Dominik Winkler (Vorarlberg)

Dominik Winkler ist als Verkaufsberater im Außendienst jedes Jahr 50.000 km auf Österreichs Straßen unterwegs, vorwiegend in Tirol und Vorarlberg.
Als Ö3ver informiert Herr Winkler regelmäßig die Ö3-Verkehrsredaktion über Gefahrensituationen und Staus.
Die S16, die Arlberg-Schnellstraße, ist zwischen Bludenz und Wald nach einem schweren Unfall gesperrt.
Herr Winkler ist als einer der ersten vor Ort - und schildert live on air den Unfallhergang und die Auswirkungen.
Aufgrund der aktuellen Infos kann die Ö3-Verkehrsredaktion rechtzeitig vor dem Stau warnen und in Absprache mit der Polizei eine Umleitung durch das Klostertal empfehlen.

Kategorie Straßenmeisterei
Preisträger: Autobahnmeisterei, Tunnelwarte St. Jakob/Arlberg

10. Juni 2007:
Zehn Kilometer, vier Tunnels, zehn Minuten. Dann war alles vorbei. Ohne Verletzte. Hätten die Operatoren der Tunnelwarte St. Jakob am Arlberg und des Ö3-Verkehrsservice nicht so schnell reagiert, hätte es sogar Tote geben können. Kurz nach halb acht in der Früh fährt ein PKW auf der Arlbergschnellstraße bei Flirsch durch den Strengertunnel - als Geisterfahrer. Wenige Sekunden später geht die Geisterfahrermeldung bei Ö3 auf Sendung. Keine zehn Minuten später steht der Geisterfahrer schon vor dem gesperrten Perjentunnel und muss anhalten. Unfälle in Tunnels können besonders tragisch enden. Die Überwachungszentrale St. Jakob am Arlberg ist für eine Strecke von rund 200 Kilometern zuständig, 56 davon führen durch Tunnels. Der Arlbergtunnel ist mit knapp 14 Kilometern der längste Straßentunnel Österreichs. An Spitzentagen fahren über 1800 Fahrzeuge pro Stunde durch diesen Tunnel.

Kategorie Rettung
Preisträger: Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Niederösterreich, Bezirksstelle Wiener Neustadt

Das Rote Kreuz Wiener Neustadt ist täglich mit 18 Rettungsfahrzeugen und einem Notarztwagen unterwegs. Rund 400 größtenteils freiwillige Mitarbeiter sind so fast täglich bis zu 2500 km auf Niederösterreichs Straßen unterwegs. Jeder Sanitätseinsatzfahrer erhält eine spezielle Einschulung zum Lenken von Einsatzfahrzeugen - auch in Extremsituationen. Auch das Beobachten der Verkehrslage, das Erkennen von Gefahrenbereichen und das darauf situationsgerechte Reagieren gehört zu dieser Ausbildung. Die Rot Kreuz-Sanitäter sind nahezu täglich mit den Folgen von Unfällen konfrontiert. Durch den direkten Kontakt mit der Leitstelle Notruf 144 werden diverse Gefahrenquellen sofort an Ö3 weitergemeldet. Dabei ist der Ö3 Verkehrsservice das perfekte Medium, schnell Informationen an möglichst viele Verkehrsteilnehmer weiterzuleiten.

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Tel.: (01) 501 01/18361
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