Frauenwunsch-Kalender - Tür 2: Wrabetz und die Frauen

ORF verzichtet auf Expertise von Frauen

Wien (OTS) - Wo bleibt die weibliche Expertise im ORF?", fragt
sich Christa Pölzbauer, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings am Dienstag. Hinter Tür 2 des Frauenwunsch-Kalender, einer Aktion des Dachverbands aller Frauenorganisationen in Österreich anlässlich des 100.Frauentages, steckt die Forderung an den Öffentlichrechtlichen Rundfunk: "Mehr Geschlechter-Fairness im ORF! Sowohl bei Fernsehdebatten, als auch in der Besetzung von Top-Jobs, zeigt der ORF Frauen die kalte Schulter", begründet Pölzlbauer die Initiative. Die aktuelle Imagekampagne des ORF bestätige die Befürchtung: "Der ORF ist auf dem frauenpolitischen Auge blind." ****

"Die Zweitrangigkeit von Frauen für die leitenden Positionen im ORF wird bildhaft deutlich: Das Format im Zentrum kennt scheinbar nur oder mehrheitlich männliche Experten und Politiker. In den Top-Jobs des Managements sind Frauen mit der Lupe zu suchen. Im Publikumsrat des ORF finden sich VertreterInnen junger und älterer Menschen, Familien, Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Religionsgemeinschaften - und wo sind die Frauenvertreterinnen", fragt Pölzblauer.

Deutlich werde dies analysiert Pölzbauer auch durch die aktuelle Imagekampagne des ORF: "Die veröffentlichten Texte verweisen lediglich auf 'Seher', die 'emotional' gebunden werden sollen. Frauen sind scheinbar nicht gemeint. Damit wird deutlich: Das vermeintliche Gleichstellungsanliegen des ORF ist das Papier nicht wert auf dem geschrieben steht. Wir fordern vom ORF eine fortschrittliche Auslegung des öffentlich-rechtlichen Auftrags und damit Gleichstellung der Geschlechter als Schwerpunkt in der Berichterstattung festzuschreiben", so Pölzlbauer abschließend (Schluss) ile

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