Hofer: Stromverbrauch von Geräten mit Stand-by-Funktion senken

FPÖ beantragt Maßnahmen, um Umwelt und Konsumenten zu entlasten

Wien (OTS) - Wie der Verein für Konsumenteninformation ermittelt hat, belegt Österreich in einem unter 19 europäischen Ländern durchgeführten Vergleich des Stand-by-Anteils am gesamten Stromverbrauch nach Deutschland Platz 2. Ganze 2,5 Prozent des Gesamtverbrauchs werden somit ohne effektiven Nutzen verschwendet. Andere Länder benötigen nicht einmal ein Viertel davon, in Norwegen etwa liegt der Stand-by-Anteil bei nur 0,6 Prozent. Die österreichische Regulierungsbehörde E-control hat errechnet, dass für die Erzeugung des gesamten Stand-by-Stroms derzeit ein Kraftwerk mit einer Leistung von 150 Megawatt (MW) erforderlich ist.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer will, dass sich die Politik dieser enormen Verschwendung nun entgegenstellt und schlägt auch gleich Maßnahmen zur Senkung des Stand-by-Anteils am Gesamtstromverbrauch vor.

Hofer: "Zwischen fünf und zehn Prozent der jährlichen Stromkosten eines Haushalts entfallen auf elektronische Geräte, wie Fernseher, DVD-Player, Radio, PC, Drucker oder Handy. Denn die meisten dieser Geräte verbrauchen Strom, auch wenn sie scheinbar ausgeschaltet sind. Ein durchschnittlicher Haushalt braucht Schätzungen der Vorarlberger Kraftwerke AG zufolge durchschnittlich 70 Euro pro Jahr nur für den meist unnötigen Stand-by-Betrieb verschiedenster Elektrogeräte."

Im Sinne der Steigerung der Energieeffizienz und des Klimaschutzes sei es daher notwendig, alle Potentiale zur Senkung des Stromverbrauchs zu nutzen, erklärt Hofer weiter. Dazu gehöre zweifelsohne auch die Reduktion des Stand-by-Betriebs bei diversen Stromgeräten, ebenso wie die konsequente Sensibilisierung der Bevölkerung in Sachen Stromverbrauch.

"Es gibt eine Reihe unkomplizierter Maßnahmen, die zur Senkung des Stand-by-Anteils am Gesamtstromverbrauch führen können. Diese beginnen bereits bei der Herstellung elektronischer Geräte. So können Geräte etwa mit einer Auto-Off-Funktion ausgestattet werden, wodurch ein Gerät nach einer gewissen Zeit aus dem Stand-by-Betrieb ganz vom Strom geht. Weiters könnten große Einsparungen durch bessere Wärmedämmungen erzielt werden - etwa bei Kaffeemaschinen, die wesentliche Mitverursacher des hohen Stand-by-Anteils am Stromverbrauch sind. Bei vielen Geräten macht der Stand-by-Betrieb funktionell kaum Sinn, diese sollten überhaupt mit einem Netztrennungsschalter versehen werden", führt der freiheitliche Umweltsprecher weiter aus.

Hersteller sollten schließlich gesetzlich dazu angehalten werden, in Österreich keine Geräte mehr anzubieten, die im Stand-by-Betrieb mehr als 1 Watt verbrauchen. Zur Reduktion des Stromverbrauchs bei bereits vorhandenen Geräten bräuchte es zudem eine bundesweite Informationskampagne, denn vielen Menschen sei der hohe Grad der Energieverschwendung durch den Stand-by-Betrieb gar nicht bewusst. All diese Vorschläge sind gestern per Entschließungsantrag im Nationalrat eingelaufen.

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