Polizeigewerkschafter Kaipel nicht überrascht über Vorwürfe gegen Strasser

Parteizugehörigkeit hatte bei Personalbesetzungen für Strasser oberste Priorität

Wien (SK) - "Die massiven Vorwürfe gegen den ehemaligen Innenminister Strasser überraschen mich nicht. Oberste Priorität bei Personalbesetzungen hatte für Strasser fast immer die Parteizugehörigkeit", so der Polizeigewerkschafter und Vorsitzende des Zentralausschusses der Bundespolizei, Kurt Kaipel. Bei neuen Planbesetzungen sei es unter Strasser oft vorgekommen, dass besser qualifizierte Beamte mit langjähriger Erfahrung gegenüber jüngeren, unerfahrenen Anwärtern mit geringerer Qualifikation das Nachsehen hatten - und zwar nur deshalb, weil sie nicht der ÖVP nahe standen, erläuterte Kaipel. ****

Es gebe weiters genügend Beispiele, wo Polizisten, die um ihre Versetzung ansuchten, jahrelang auf einen positiven Bescheid warten mussten, weil sie mit der falschen Partei sympathisierten. Beamte hätten somit viele Jahre weit von ihrer Familie entfernt ihren Dienst versehen müssen und konnten nicht ihre Heimatregion zurückkehren, da sie nicht der richtigen Partei angehörten. Strasser habe zwar in solchen Fällen Gespräche mit den Polizei-Personalvertretern geführt, sei aber ihren Argumenten meistens nicht zugänglich gewesen. Es sei jedenfalls wichtig, dass diese Details jetzt einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden und sich die Menschen ein Bild machen können, wie hier unter Strasser ohne Rücksicht auf das Schicksal vieler Beamter parteipolitisch motivierte Postenvergabe betrieben wurde, sagte Kaipel. (Schluss) ps

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