ÖGB-Achitz: Steuerreform 2009 muss Inflation und kalte Progression ausgleichen

ArbeitnehmerInnen sind nur belastet worden, als Schüssel Bundeskanzler war

Wien (ÖGB) - "Die ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen sind in Wolfgang Schüssels Zeit als Bundeskanzler massiv belastet worden, während gleichzeitig die Unternehmerseite kräftig entlastet wurde", erklärt der Leitende Sekretär im ÖGB, Bernhard Achitz, zu den Aussagen des derzeitigen Klubobmanns der ÖVP in der ORF-Pressestunde. Aufgrund der immensen Teuerungsrate, vor allem bei Produkten des täglichen Bedarfs, und der kalten Progression, die zu einer nur geringen Steigerung der Realeinkommen geführt hat, müsse die Steuerreform unbedingt schon mit 2009 wirksam werden, fordert Achitz.++++

Durch den Anstieg der Inflation sind die Realeinkommenszuwächse unter einem Prozent geblieben. Wenn man die "kalte Progression" einrechnet, bleibt den ArbeitnehmerInnen nur ein Reallohnzuwachs in der Höhe von 0,5 Prozent. "Vor allem eine Lohnsteuersenkung sowie eine Verdoppelung der Negativsteuer ist daher überfällig. Eine Entlastung der niedrigsten Einkommen fließt direkt in den Konsum und kurbelt das Wirtschaftswachstum an", so Achitz.

Die UnternehmerInnen sind hingegen schon genug entlastet worden, rechnet Achitz vor: "Die Summe aus Entlastungen und Belastungen ergibt für den Zeitraum von 2001 bis 2006 bei den ArbeitnehmerInnen und PenionistInnen ein Minus von 2,420 Mrd. Euro, bei den Unternehmern ein Plus von 2,864 Mrd. Euro." Die Steuerreform 2009 müsse daher ausschließlich den ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen zukommen.(fk)

ÖGB, 1. März 2008 Nr. 123

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