LH van Staa präsentiert Konzept "Jugendtourismus in Tirol" - BILD/ANHANG

"Rechtzeitige Maßnahmen im Jugendtourismus sind die Grundlage für den Erfolg von morgen!"

Innsbruck (TP/OTS) - "Nach den umfangreichen Reformen im Tourismus und einer erfolgten Neustrukturierung der Tirol Werbung stellen wir heute die Maßnahmen im Bereich des Jugendtourismus vor. Damit ist im Bereich des Tourismus der letzte Punkt des Regierungsprogramms erfüllt", gab heute Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa zu Beginn einer Pressekonferenz bekannt.

"Wir müssen rechtzeitig dafür sorgen, dass eine der wichtigsten Säulen unserer Wirtschaft, nämlich der Tourismus, den entsprechenden Nachwuchs hat - und das sind die zukünftigen Gäste. Hier gilt das Motto, dass rechtzeitige Maßnahmen die Grundlage für die Erfolge von morgen sind", hob der Landshauptmann hervor. Tirol verfolge daher das Ziel, mehr Jugendgruppenreisen und Schulsportwochen vor allem aus Österreich mit attraktiven Angeboten nach Tirol holen.

LH van Staa hob zudem auch die beiden Jugendgästehäuser in Steinach am Brenner und Biberwier (CUBE) als gelungene Pilotprojekte hervor: "All diese Maßnahmen sollen zur Zukunftsabsicherung des ganzen Marktes beitragen!"

Zu diesem Zweck wurde auch ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, das Dr. Michael Brandl, Prokurist der Tirol Werbung, erläuterte: "Wir haben zwei Zielgruppen im Auge: einerseits Individualreisende im Alter von 15 bis 35 Jahren und andererseits Jugendgruppenreisen im Rahmen von Schulsportwochen", so Brandl. Insgesamt gebe es ein Potential von 250.000 Jugendlichen in Österreich, welche pro Jahr an einer Schulsportwoche teilnehmen.

Als Unterstützung für Beherbergungsbetriebe, Bergbahnen, Ski-/Schneesportschulen, Outdoor-Partner sowie Orten und Regionen wurde das Handbuch Tirol neu entwickelt, welches als Leitfaden für Betriebe und Regionen mit Schwerpunkt Sport-/Projektwochen für Schulen diene. "Wir wollen mit diesem Handbuch den Markt näher bringen, praktische Tipps, Organisationshilfen, Anregungen und Ideen liefern sowie den Umgang und Einstieg in diesen wichtigen Markt erleichtern", beschrieb Brandl den Inhalt.

Für die kommende Wintersaison erfolgte bereits eine Angebotsbündelung für Schulsportwochen in Tirol. Im Winter wird neben sportlichen und kulturellen Highlights ein SAAC-Kurs ("Snow & Avalanche Awareness Camp") in das Wochenprogramm integriert. SAAC ist eine Initiative, die Snowboarder und Skifahrer auf die alpinen Gefahren aufmerksam macht, aktive Bewusstseinsbildung betreibt und zu Eigenverantwortung animiert. "Im Sommer 2009 wollen wir erlebnispädagogische Komponenten zur Entwicklung/Stärkung der sozialen Kompetenz beitragen", so Brandl weiter. Pilotregionen sind derzeit im Winter Zillertal, Alpbachtal und das Tiroler Seenland und im Sommer das Zillertal, Alpbachtal und Tiroler Seenland (Kramsach) sowie die Region Kitzbüheler Alpen - Brixental

Zudem sind umfangreiche Kommunikations- und Marketingmaßnahmen in Kooperation mit den Landesschulräten in Tirol, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien geplant. Eine Broschüre "Schulsportwochen in Tirol" wird derzeit entwickelt und im März aufgelegt, der Relaunch der Webseite www.young.tirol.at wird ebenfalls im März fertig gestellt sein.

Dr. Gerhard Föger, Vorstand der Abteilung Tourismus im Amt der Tiroler Landesregierung gab Auskunft über das Projekt Unlimited Winterworld im Außerfern: "Dabei handelt es sich um das pädagogische Angebot von Projektwochen für Schüler im Alter von 12 - 18 Jahren überwiegend aus Deutschland, die Sport- und Bildungselemente miteinander verbinden. In der diesjährigen Wintersaison wird eine Multimedia-Ausbildung in die Sportwoche integriert. Im nächsten Jahr steht die Auseinandersetzung mit dem Thema "Regenerative Energien" auf dem Programm."

Das Projekt läuft seit 2002 und hat bisher über 6.000 SchülerInnen aus Deutschland, Spanien und Holland nach Tirol geholt. Seit der heurigen Wintersaison unterstützt das Land Tirol und die Tirol Werbung die Umsetzung der "Unlimited Winterworld"-Projektwochen an den Standorten Tiroler Zugspitz Arena und der Ferienregion Reutte für die Dauer von vorerst drei Jahren. "Auch hier ist die Qualität das Maß aller Dinge", betonte Gerhard Föger.

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