Kärnten: Für die EURO 2008 wird im Land mit Hochdruck gearbeitet

LH Haider, LHStv Dörfler informierten mit Experten die Anrainer über die Vorbereitungsarbeiten, das Sicherheits- und Verkehrskonzept und das Seilbahn-Projekt

Klagenfurt (LPD) - Die Vorbereitungen, Organisations- und Einsatzpläne für die EURO 2008 in Kärnten nehmen immer deutlichere Gestalt an. In der Klagenfurter Hypo Group Arena in Klagenfurt gab es gestern, Mittwoch, am Abend ausführliche Informationen für die Anrainer und Klagenfurter Bevölkerung über das Sicherheits- und Verkehrskonzept von Landeshauptmann Jörg Haider, Verkehrsreferent LHStv. Gerhard Dörfler, Albert Kreiner von der Abteilung 7, Wirtschaftsrecht und Infrastruktur der Kärntner Landesregierung, Landespolizeikommandant Wolfgang Rauchegger und EURO Kärnten-Koordinator Jörg Schretter. Vorgestellt wurde auch das ins Auge gefasste Seilbahn-Projekt vom Wörthersee zum Stadion.

Die Vorbereitungen laufen wie bei der WM in Deutschland unter dem Motto der Gastfreundschaft, erklärten der Landeshauptmann und Tourismusreferent, "Wir wollen bei der einheimischen Bevölkerung möglichst große Begeisterung für diese Fußballfest wecken und freuen uns auf die vielen Gäste die nach Kärnten kommen werden. 99 Prozent der Gäste seien Sportfans und keine Rowdys", betonte Haider. Ihnen wolle man in Kärnten was bieten. An den drei Spieltagen werden bis zu 130.000 Besucher erwartet. An den restlichen Tagen rechnet man mit 40.000 Fußballfans. Bereits jetzt seien wöchentlich große TV-Stationen in Kärnten. Sie machen mit ihren Bildern und Beiträgen unbezahlbare Werbung für Kärnten, so Haider.

Für die Sicherheit und den Verkehr gibt es seitens des Landes klare Konzepte. Um dieselben Sicherheitsstandards wie in Deutschland während der WM erfüllen zu können, wurden die Vorgaben und Rahmenbedingungen in Abstimmung mit der Schweiz und der UEFA ausgearbeitet. Sie werden in Kärnten eins zu eins umgesetzt, gaben Haider und Dörfler bekannt. Für Vandalismusschäden werden vom Land und der Stadt Klagenfurt ein 400.000 Euro Fonds eingerichtet, teilte Haider mit.

Dörfler verwies auch darauf, dass laut ÖAMTC das Kärntner Verkehrskonzept bereits jetzt der heimliche Sieger Österreichs unter den Host Cities sei. Die Details über Parkplätze, Linienbusse, Shuttledienste, Fußwege, die Alarmroute und Verkehrsmaßnahmen für Waidmannsdorf an den Spieltagen, stellte Kreiner vor. Parkplätze seien ausreichend vorhanden, ebenso Linienbusse und Shuttledienste. Er appellierte an die einheimische Bevölkerung, die Linienbusse vermehrt Anspruch zu nehmen. Sie werden in kurzen Intervallen verkehren.

Ein Vorteil von Klagenfurt sind laut Kreiner die relativ kurzen Entfernungen. Daher werden auch die die Fussgänger-Verbindungen vom Stadion in die Fanzone während der EURO eine große Rolle spielen. Für die Einsatzkräfte wird es eine eigene Alarmroute vom Stadion zum UKH und Landekrankenhaus geben. Im Bezug auf die Verkehrsbeschränkungen für die Anrainer in Waidmannsdorf teilte Krainer mit, dass es nur an den drei Spieltagen Zufahrtsbeschränkungen geben werde. Ansonsten wird es für sie und für die ansässigen Ärzte mit eigenen Zufahrtsberechtigungen freie Fahrt geben.

Die Einsatzphilosophie der Sicherheitsbehörden lautet "Dialog, Deeskalation und Durchsetzung", erklärte Rauchegger. 2.500 Polizisten, davon 400 aus Deutschland und 30 Beamte aus Polen und Kroatien werden für die Sicherheit sorgen. Im unmittelbaren Stadionbereich wird es eine Videoüberwachung geben. Beim Zugang ins Stadion und in die Public-Viewing Zonen werde es Personenkontrollen geben. Rauchegger kündigte auch einen verstärkten Streifendienst in den sensiblen Wohngebieten an.

Die ins Auge gefasste Seilbahn würde laut Dörfler den Verkehr entlasten und wäre umweltfreundlich. Laut Ekkehard Assmann von der Errichterfirma Doppelmayr hätte sie eine Länge von 1.680 Metern und könnte die Besucher in knapp sechs Minuten vom Wörthersee zum Stadion befördern. Laut Landeshauptmann wäre für sie das Geld vorhanden. Aus Werbeeinahmen könnte ein Teil der Kosten refundiert werden, so Haider.

Laut Schretter bewirbt die Kärnten Werbung derzeit mit der Österreich-Werbung auf einer Fußball-Roadshow in diversen europäischen Metropolen die EURO. Ab Mitte März fährt die Kärnten Werbung mit einer eigenen Roadshow nach Berlin, Warschau und Zagreb.

Die Anregungen der Anrainer, die in der Diskussion vorgebracht wurden, werden ernst genommen, sicherten Haider und Dörfler zu. Ein Anrainer urgierte für die kleinen Seitenstraßen in Waidmannsdorf eine ausreichende Beleuchtung.

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