Erfahrungen und Erkenntnisse aus der "anderen Welt" sammeln

Projekt Brückenschlag: LH Sausgruber überreichte Zertifikate

Bregenz (VLK) - Ein Top-Manager als Kurzzeitmitarbeiter in einer Sozialeinrichtung oder eine diplomierte Sozialarbeiterin als Praktikantin in einem Wirtschaftsunternehmen? Das ist die Idee von "Brückenschlag" - eine bessere Vernetzung der Bereiche Wirtschaft, Soziales und Verwaltung zu ermöglichen. Landeshauptmann Herbert Sausgruber überreichte heute, Dienstag, im Landhaus in Bregenz Zertifikate an 14 Personen, die in den vergangenen zwei Jahren an "Brückenschlag" teilgenommen haben.

Das Land unterstützt dieses Projekt, betonte dabei Landeshauptmann Sausgruber: "Immer mehr Unternehmer erkennen, dass wirtschaftlicher Erfolg nur durch Förderung eines positiven Betriebsklimas und dem konstruktiven Umgang mit Konflikten gesichert werden kann. Die Führungskräfte aus den Sozialeinrichtungen haben auf der anderen Seite die Möglichkeit, ihre Erfahrungen im modernen Projektmanagement und in der Qualitätssicherung zu vertiefen".

Das Vorarlberger Weiterbildungsprogramm "Brückenschlag" gibt es seit 2002. In ihm tauchen Führungskräfte aus Wirtschaft, Sozialbereich und Verwaltung für eine Woche in eine andere Arbeitswelt. Bisher haben rund 50 Personen einen Brückenschlag gewagt. Ziele von Brückenschlag sind eine bessere Vernetzung der Bereiche Wirtschaft, Soziales und öffentliche Verwaltung sowie die Förderung von Sozialkapital im Land. Das Projekt hat sich als Exportschlager entwickelt: Nach den Ländern Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark hat Anfang 2008 auch Kärnten das Weiterbildungsprogramm übernommen.

Teilnehmer aus der Landesverwaltung

Als erster Teilnehmer der Vorarlberger Landesverwaltung hat Personalchef Helgar Wurzer einen Brückenschlag gewagt. "Fünf Tage in der Therapiestation Carina konfrontierten mich mit den unterschiedlichsten, aber immer sehr ___________________________________________________________ VLK-Bildtext Nr. 50 - Seite 2 - 26. Februar 2008 ___________________________________________________________

schwierigen Lebensläufen von Menschen, die darum ringen, in ihrem Leben wieder Tritt zu fassen", berichtet er. "Ich habe manche Anregungen mitgenommen und Erkenntnisse gewonnen, die ich in meinen Arbeitsalltag gut integrieren kann."

In einem Pilotversuch wurden 2007 zwei Abteilungen der Landesverwaltung zu Einsatzstellen für Brückenschlag-Teilnehmer. Die Wohnbauförderung betreute einen Einsatz von Wolfgang Meier, Leiter der Caritas Wohnungslosenhilfe. Andreas Bartl, Leiter der Lebenshilfe Werkstätte Hörbranz, verbrachte drei Tage in der Personalabteilung des Landes. "Das Feedback von allen Beteiligten war sehr positiv", so Projektleiterin Eva Jochum.

Ganz im Zeichen von "Brückenschlag" teilten sich bei der Veranstaltung im Montfortsaal das Catering Team des Landhauses und die Lebenshilfe Werkstätte Hörbranz die Bewirtung mit regionalen Bioprodukten.

Projekt "Brückenschlag" - die Teilnehmer

- Unternehmen (Auszug): Etiketten Carini, Rhomberg Bau, Illwerke VKW, Doppelmayr, Erne Fittings, Omicron, Giko Verpackungen, Hirschmann Automotive

Teilnehmende Sozialinstitutionen (Auszug): Caritas, IfS, Lebenshilfe, Verein Neustart, DOWAS, Therapiestation Carina, Stiftung Jupident, Gemeinsam Leben Lernen, Vorarlberger Kinderdorf.

Weitere Informationen zu Brückenschlag sind erhältlich bei Eva Jochum, Projektleiterin Brückenschlag, Kairos - Wirkungsforschung & Entwicklung, Anton Walser-Gasse 4, 6900 Bregenz, Tel. 05574 / 58445, Email: ej@kairos.or.at, Internet www.brueckenschlag.org.

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