"Sicher - Euro 2008 ein Fußballfest"

Sicherheit von Fans, Unternehmen, Anrainern gewährleisten - Enquete zur Sicherheit rund um die Fußball-EM - Innenministerium und WKÖ kooperieren

Wien (PWK137) - Mehr Sicherheit ist das Ziel der bewährten Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Polizei, zwischen Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und dem Bundesministerium für Inneres. Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft EURO 08 findet die bewährte Kooperation eine Fortsetzung. Um ihrer Rolle als Informationsdrehscheibe gerecht zu werden, hat die WKÖ gemeinsam mit dem Innenministerium heute, Dienstag, Arbeitsgespräche mit dem Titel "Sicher - ein Fußballfest" im Ernst-Happel-Stadion in Wien veranstaltet. "Ziel dieser Veranstaltung ist es, durch aktiven Informationsaustausch und Diskussion von Problemstellungen aller Beteiligten präventiv Maßnahmen zu koordinieren und tatsächliche Risiken für Österreichs Unternehmer abschätzen zu können", so WKÖ-Vertreter Christian Dosek.

Innenminister Günther Platter, der bei der Eröffnung der Veranstaltung im Happel-Stadion, der Austragungsstätte des Finalspiels der EURO 08, mit einer Video-Botschaft vertreten war, betonte die Bedeutung von Prophylaxe und Prävention. Ziel aller Bemühungen müsse es sein, dass sowohl Fans als auch Unternehmer und Anrainer in den Austragungsorten eine sichere und unvergesslich schöne Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz erleben.

Begleitend zu der gemeinsam von BMI und WKÖ erstellten Sicherheits-Publikation für die Branchen Hotellerie und Campingplätze (sie stehen auf http://em2008.wko.at zum Download zur Verfügung) "besteht in ganz Österreich für alle Betriebe die Möglichkeit einer kostenlosen Beratung durch speziell ausgebildete Mitarbeiter des kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes. Den Kontakt stellt die jeweils nächstgelegene Polizeidienststelle her", so Peter Jedelsky, Leiter der polizeilichen Arbeitsgruppe Prävention zur EURO 08. Und auch die EM 2008-Unternehmer-Hotline der Wirtschaftskammer Österreich mit der Nummer 0880/221 220 gibt Auskunft zur jeweils nächstgelegenen Dependance des Kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes.

Weiters informierten bei der Veranstaltung neben Vertretern der Austragungsstädte von EM-Matches, den so genannten "Host Cities" Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt, der EURO-Projektgruppe des Innenministeriums, der Sicherheitsdirektionen und Landespolizeikommanden aller Bundesländer auch die Leiter der offiziellen Fanbotschaften von Polen, Kroatien und Deutschland zu sicherheitsrelevanten Themen rund um die Sport-Großveranstaltung.

"Fußballfans sind keine Hooligans" - darin ist sich nicht nur die Polizei, darin sind sich auch die Leiter der offiziellen Fanbotschaften, Dariusz Lapinski (Polen), Sasa Dupor (Kroatien) sowie Michael Gabriel (Deutschland) einig: "99,9 Prozent der Fans wollen ein friedliches Fußballfest erleben." Allerdings erwarten die Gäste Fan- und Besucherbetreuung geradezu: "Das hat sich etabliert, darauf wird zurückgegriffen", sagten die Experten. Österreichs Fan-Botschafterin Heidi Thaler setzt stark auf die Einbindung der kroatischen, polnischen und deutschen Bewohner in den Host Cities.

Als einen entscheidenden Faktor bezeichneten die Vertreter der Host Cities - Werner Hiller, Magistratsdirektion Wien, Markus Graf (Stadt Salzburg), Elmar Rizzoli (Innsbruck) sowie Josef Pobegen (Klagenfurt) - die Akzeptanz der EURO 08 in der eigenen Bevölkerung:
Dazu haben in Deutschland die Public Viewings, die zeitgleichen Übertragungen von Spielen auf Großbildleinwänden in Fanzonen, einen großen Beitrag geleistet.

In Bezug auf die aufwändigen Vorbereitungen zitierte Klagenfurts Vertreter die Devise, nach der in Kärntens Landeshauptstadt gearbeitet wird, nämlich "Alles wird gut." Um Entgegenkommen für Unternehmen ist man etwa in Wien bemüht: Dort ist auf Grund von Anfragen bekannt, dass Untenehmen für den Betrieb von Fernsehgeräten unterhalb einer gewissen Größe ansuchen. Diesbezüglich berichtete Werner Hiller davon, das den Betrieben für die Zeit der Fußball-EM unbürokratisch zu ermöglichen. Salzburgs Repräsentant Markus Graf geht davon aus, dass sich das Fußballfest EURO 08 auf die gesamte Stadt erstrecken wird, "ganz Salzburg wird feiern."

Bezugnehmend auf den Missbrauch von Gegenständen als Wurfgeschosse plädierte Polizei-Vertreter Peter Jedelsky einmal mehr für "Befestigen, sichern, wegräumen". Hinsichtlich möglicher konfliktträchtiger Zonen wie etwa dem "Bermudadreieck" in Wien führte Jedelsky aus, dass man nicht darauf warte, bis beispielsweise Unternehmen auf die Polizei zukommen. Vielmehr gehe die Polizei dort aktiv auf Betriebe zu.

Genauso wie "Österreich am Ball"-Geschäftsführer Heinz Palme konstatierte auch Fußball-Experte Andy Marek den schon sehr konkreten Stand der Vorbereitungen. Allerdings dürfe man sich auf dem derzeitigen Zustand nicht ausruhen. Daher versicherten Jedelsky und Dosek: "Wirtschaftskammer und Innenministerium setzen ihre Beratungs-, Informations- und Servicetätigkeit bis unmittelbar zum Anpfiff fort." (JR)

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Mag. (FH) Christian Dosek
Tel.: 05 90 900-4850
E-Mail: christian.dosek@wko.at

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