"KURIER"-Kommentar von Margaretha Kopeinig: "Hilfe zur Selbsthilfe"

Tschad-Einsatz nützt Flüchtlingen und EU.

Wien (OTS) - Provinzpolitiker unterschiedlicher Provenienz, die misstrauisch und polemisch gegen den Einsatz im Tschad poltern, vergessen in ihrem Kalkül eines: Sie sind damit gegen die

Friedensinitiative der EU, die im Wesentlichen auf Drängen Frankreichs zustande kam. Sie sind gegen die Hilfe und den Schutz besonders bedrohter Menschen und sie verhöhnen schlicht die couragierten, perfekt ausgebildeten Soldatinnen und Soldaten, die den schweren Job freiwillig machen. Es ist Zeit, dass die EUFOR-Mission nach Verzögerungen -

bedingt durch schwere Planungsmängel der EU ebenso wie durch Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen - jetzt anläuft und die Soldaten rasch mit ihrer Arbeit in den Flüchtlingslagern beginnen können. Es ist Hilfe für Menschen in schwerer Not, die nichts mehr als ihr Leben haben. Es ist aber auch Selbsthilfe für die Europäische Union, die alles unternehmen muss, um Flüchtlingsströme und illegale Einwanderung aus Afrika zu stoppen. Wenn die Tschad-Mission gelingt, ist vielen geholfen. Die Kritiker des Einsatzes sollten das bedenken.

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