LH Haider zu Hypo-Transaktionen: Wirtschaftspolitisch absolut richtige Entscheidung

16 Mio. Euro gegenüber HSBC gespart - Anteilsverkauf statt riskantem Börsegang war erfolgreiche Strategie

Klagenfurt (LPD) - Zur aktuellen Diskussion über die Kosten im Zusammenhang mit den Hypo-Transaktionen nahm heute, Dienstag, Finanzreferent Landeshauptmann Jörg Haider im Rahmen des Pressefoyers Stellung. "Wir haben wirtschaftspolitisch die absolut richtige Entscheidung getroffen", betonte er. 12,2 Mio. Euro seien in Summe im Zuge des Hypo-Verkaufs an einen Kärntner Wirtschaftstreuhänder und andere Berater geflossen. Über 28 Mio. Euro wären es hingegen gewesen, wenn man die chinesisch-englische HSBC beauftragt hätte. "So haben wir der Kärntner Bevölkerung 16 Mio. Euro erspart", reagierte Haider auf entsprechende öffentliche Kritiken. Zudem machte er wiederholt klar, dass die einzige Alternative zum Anteilsverkauf ein Börsegang der Hypo gewesen wäre - und das im sehr riskanten Börsejahr 2008.

Haider rechnete vor, dass Kärnten heuer über 730 Mio. Euro aufbringen hätte müssen, wenn der Hypo-Anteilsverkauf nicht zustande gekommen wäre. Das Land hätte nämlich bei den beiden notwendigen Hypo-Kapitalerhöhungen mitziehen müssen, wobei das kleine Kärnten überfordert gewesen wäre. Auch die Wandelschuldverschreibung hätte per Kreditfinanzierung zurückgezahlt werden müssen. Der Landeshauptmann sprach von 30 Mio. Euro allein an Zinsen, um diese Verpflichtungen bedienen zu können. "Jetzt haben wir jedoch die umgekehrte Situation. Wir erlösen Zinsen in Höhe von 30 bis 40 Mio. Euro und können Maßnahmen für das Land und die Menschen setzen", betonte Haider.

Zu den Beraterkosten sagte Haider außerdem, dass diese unter den gängigen Markttarifen liegen. Üblich seien 2,5 bis 3,5 Prozent des bewegten Volumens, Kärnten habe 1,51 Prozent der Gesamtsumme bezahlt. Das Geschäft war laut Haider auch "sehr transparent". Jeder habe gewusst, dass Dr. Dietrich Birnbacher der zentrale Berater sei. Er sei auf Fotos zu sehen gewesen, bei Veranstaltungen dabei gewesen und auch oft von Journalisten zur Hypo befragt worden. Beim Anteilsverkauf sei das Land eine sehr vernünftige und richtige Strategie gefahren, strich Haider hervor. Der Seenankauf, der Teuerungsausgleich, usw. wären ohne diese Strategie nicht möglich gewesen.

(S E R V I C E: Zu dieser Presseaussendung gibt es einen O-Ton von LH Haider auf www.ktn.gv.at) (Schluss)

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