Sportstaatssekretär Lopatka: Konsequenter Kampf gegen Doping fortgesetzt

Sport-Budget des Bundes von 2000 auf 2008 verdoppelt

Wien, 26. Februar 2008 (OTS) - "Die Bundesregierung setzt die Verschärfung der Anti-Doping-Strafbestimmungen konsequent fort. Mit dem Ministerratsbeschluss vom 20. Februar über einen 2-Stufen-Fahrplan für ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Doping im Sport ist nun der Weg frei, im Parlament noch vor dem Sommer zu einer gesetzlichen Regelung zu kommen", betonte Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka im heutigen Sportausschuss. Kernpunkt sei die gemeinsame Initiative von Gesundheitsministerium und Sportstaatssekretariat punkto Strafbestimmungen für Blut- und Gendoping sowie den Besitz von Arzneimitteln und Instrumenten, die für Dopingzwecke im Sport verwendet werden können. "Wir müssen gerade Blutdoping im Interesse der ganz großen Mehrheit der sauberen Sportlerinnen und Sportler auch strafrechtlich bekämpfen", sagte Lopatka. ****

Das bestehende Anti-Doping-Regulativ auf Grundlage des im Jahr 2007 verabschiedeten eigenständigen Anti-Doping-Bundesgesetzes werde bis Herbst in zwei Schritten verbessert, den internationalen Vorgaben der WADA angepasst sowie Initiativen auf internationaler Ebene zur Verstärkung der Zusammenarbeit in der Dopingbekämpfung gesetzt, so der Sportstaatssekretär. Insgesamt habe der österreichischen Sport heute mehr Geldmittel zur Verfügung: Durch die Umsätze der Österreichischen Lotterien wurden die Mittel der Besonderen Bundes-Sportförderung seit dem Jahr 2000 von 33,4 Mio. auf 61,2 Mio. Euro (2007) beinahe verdoppelt, im Jahr 2008 wird die Verdoppelung erreicht. Hinzu kommt im selben Zeitraum eine Steigerung bei den Verbänden durch die Allgemeine Bundes-Sportförderung von 7,85 auf 18,2 Mio. Euro. Für den Behindertensport konnte sogar ein Plus von 60 Prozent auf eine Million Euro erreicht werden. "Das sichere finanzielle Fundament schafft Planungssicherheit für Verbände, ermöglicht langfristige Investitionen in Sport- und Bewegungsprogramme und bildet die Grundlage für künftige sportliche Erfolge", so Lopatka.

Schwerpunkt im heutigen Sportausschuss war der Sportbericht 2005/2006: "Die Sportjahre 2005/06 brachten neben zahlreichen sportlichen Erfolgen vor allem eine Grundsteinlegung zur nachhaltigen Sicherung und Weiterentwicklung des österreichischen Sports." Lopatka nannte einige Eckpfeiler der Arbeit der ehemaligen Bundesregierung unter Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel: "Das Bundes-Sportförderungsgesetz 2005 stärkte die Finanzkraft der Verbände, sorgte u.a. für die erstmalige Anerkennung des Behindertensports und die gesetzliche Festschreibung der Förderung des Mädchen- und Frauensports. Damit wurde der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung des Sports Rechnung getragen."

Wer Spitzensport und Topleistungen unserer österreichischen Athleten fördere, hebe nicht nur den Wirtschaftsfaktor Sport, so Lopatka. "Sport sichert heute in Österreich bereits jeden zehnten Arbeitsplatz, deswegen müssen wir weiterhin bemüht sein, Sportgroßveranstaltungen wie die EURO 2008 nach Österreich zu holen, die darüber hinaus große Breitenwirkung gerade auf die Jugend haben." Mit "Fit für Österreich" wurde die größte Bewegungs- und Gesundheitsförderungsinitiative gestartet, um die Leistungen des organisierten Sports als "Dienstleister am Gesundheitssystem" für Jung und Alt zu nutzen. Während der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs wurden neue Akzente für die wirtschafts- und gesellschaftspolitische Anerkennung des Sports in Europa gesetzt. "Österreich hat eine Vorreiterrolle übernommen." So erhielt das "Europäische Sport-Satellitenkonto", das von österreichischen Wissenschaftern entwickelt wird und mit dem erstmals der Sport in seiner wirtschaftlichen Gesamtbedeutung gemessen werden kann, Einzug ins "Weißbuch Sport" der EU-Kommission.

"Dies sind die Grundsteine, auf denen wir heute einen modernen und erfolgreichen österreichischen Sport sowohl in der Spitze als auch in der Breite weiterentwickeln", so Lopatka. Das neue Bundes-Sportförderungsgesetz 2007 sei Ausdruck des Engagements der Bundesregierung für alle Bereiche des Sports - vom Breitensport über Spitzensport bis hin zu Großsportveranstaltungen wie die EURO 2008. Auf europäischer Ebene werde sowohl der einheitliche Kampf gegen de "Sportgeißel Doping" von Österreich konsequent weiter betrieben als auch die Überlegungen zur Europäisierung des Sports unterstützt. "Das 'Weißbuch Sport' ist gemeinsam mit dem neuen EU-Reformvertrag ein bedeutender Schritt zur Stärkung einer europäischen Sportpolitik. Erstmals ist Sport heute in einem europäischen Vertragswerk verankert und wird in seiner sozialen wie wirtschaftlichen Bedeutung anerkannt."

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