Psychiatrie-Untersuchungskommission - SP-Oxonitsch: "Oppositions-Polemik auf dem Rücken von kranken Menschen!"

Wien (SPW-K) - "Das ist billige Polemik auf dem Rücken von teilweise schwerst kranken Menschen. Diese Art von Politik lehnen wir vehement ab", reagierte heute der Wiener SPÖ-Klubchef Christian Oxonitsch auf Aussagen von Grünen und ÖVP zu den von ihnen geforderten "Besichtigungen" von psychiatrischen Abteilungen. "Es kann nicht sein, dass man PatientInnen mit einer psychiatrischen Diagnose öffentlich vorführt. Das Recht dieser PatientInnen auf Intimität und darauf, in Ruhe genesen zu können, ist für alle zu respektieren!"

Alle gewünschten Informationen über die Psychiatrie, die die Persönlichkeitsrechte nicht berühren, werde es selbstverständlich geben, unterstrich Oxonitsch. "Darüber hinaus ist im März eine Informationsveranstaltung für die Abgeordneten aller Fraktionen zum Thema "Stationäre psychiatrische Versorgung in Wien" bereits fixiert. Darüber wurden alle Fraktionen - also auch ÖVP und Grüne -informiert!"

Insgesamt sei eine Skandalisierung eines ganzen Fachs, die hier offenbar versucht werde, striktest abzulehnen: "Wir werden in der Untersuchungskommission sehr genau darauf achten, dass es nicht zu einer Diffamierung der psychiatrischen und auch der gesamten medizinischen Versorgung in Wien kommt!"

In Richtung ÖVP sagte Oxonitsch: "Es ist mehr als eigenartig, dass die ÖVP auf Bundesebene gegen einen Untersuchungsausschuss zum möglicherweise größten politischen Skandals der Zweiten Republik stimmt, während gleichzeitig in Wien mit Stimmen der Wiener ÖVP eine Untersuchungskommission zu medizinischen Fragen eingesetzt wird!" (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michaela Zlamal
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Telefon 01/4000 81 930

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS10003