100 Jahre Kinderfreunde - eine Jahrhundertidee im Interesse der Kinder

Wien (SK) - Am 26. Februar 2008 feiern die Kinderfreunde ihren
100. Geburtstag. Die Organisation, die heute rund 13.000 MitarbeiterInnen in ganz Österreich zählt (2/3 davon ehrenamtlich), wurde von Anton Afritsch und engagierten Eltern am 26. Februar 1908 in Graz als Elterninitiative gegründet. Aus diesem Anlass wird es eine ganze Reihe von Festveranstaltungen geben. Das Ziel dieser Gruppe war es, ihren und allen anderen unter absolut nicht kindgerechten Bedingungen lebenden Arbeiterkindern, bessere Zukunftschancen zu geben. ****

Österreichweit wird es ab dem 26. Februar 2008 - Gründungsfeier mit Gedenktafelenthüllung am Annenhof in Graz - viele verschiedene Geburtstagsfeste und Jubiläums-Veranstaltungen der Kinderfreunde geben. In Wien beginnen die Feierlichkeiten am 5. März mit der Enthüllung einer Gedenktafel "Freie Schule" Kinderfreunde in Wien und Eröffnung der Ausstellung 100 Jahre/100 Bilder in der Albertgasse 23. Schwerpunkt der Wiener Veranstaltung wird von den Wochen der Kinderfreunde im Herbst gebildet. In dieser Zeit finden kleinere und größere Veranstaltungen, Aktionen und Kampagnen statt, wie beispielsweise das große zweitägige Kinderfest am Wiener Rathausplatz, Tage der offenen Tür in rund 150 Kinderfreunde-Einrichtungen in Wien oder ein wissenschaftliches Symposium zur "Schönbrunner Schule" im neuen Veranstaltungszentrum von Schloss Schönbrunn.

Die Idee fand sofort begeisterte Anhänger, die sich für die Kinderfreunde einsetzten: 1930 gab es in ganz Österreich 457 Kinderheime der Kinderfreunde, 100.000 Mitglieder und 122.000 Kinder in den Ortsgruppen.

Ab 1934 verboten, enteignet und verfolgt, entwickelten sich die Kinderfreunde nach ihrer Wiedergründung 1945 zu einer zeitgemäßen gemeinnützigen Organisation, die sich dafür einsetzt, dass Kinder in ihrem Kindsein unterstützt werden, und ihre eigenen Bedürfnisse bei ihrer Erziehung im Mittelpunkt stehen.

Verbesserung der Lebensumstände für Kinder

Seit 1908 wurden von den Kinderfreunden viele Ideen geboren und Entwicklungen in die Wege geleitet, die eine Verbesserung der Lebensumstände für Kinder und Familien gebracht haben:

* Von der Begründung der kindorientierten ErzieherInnenausbildung durch die AvantgardistInnen der "Schönbrunner Schule" in den 1920er Jahren bis zur wissenschaftlich fundierten Qualitätssicherung in den Kindergärten der Wiener Kinderfreunde Ende der 1990er Jahre, die zu einheitlichen pädagogischen Standards in allen Einrichtungen führte.

* Von der Etablierung von Parkbetreuung als wichtige niederschwellige, städteorientierte Form der Jugendarbeit - bis hin zur Gründung des ersten Betriebskindergartens in Österreich vor mehr als 30 Jahren für die Wiener Städtische Versicherung, um nur ganz wenige Kinderfreunde-Initiativen zu erwähnen.

Lobby und Service-Organisation

Heute sind die Kinderfreunde eine wichtige Lobby und große Serviceorganisation, deren Idee, Kindern zu helfen und für Familien ein starker Partner zu sein, ungebrochene Aktualität hat. Themen wie Bildungschancen, Kinderrechte, qualitätvolle Kinderbetreuung oder gewaltfreie Erziehung sind gegenwärtiger denn je.

Erni Graßberger, Vorsitzende der Wiener Kinderfreunde: "Unsere Vision von einer Gesellschaft, in der jedes einzelne Kind, gleich welcher Herkunft, Ethnie und welchen Geschlechts, in seinen Bedürfnissen nach Liebe, Zuwendung, Zeit und Raum wirklich ernst genommen wird, ist nach wie vor eine Jahrhundertidee."

Die geplanten Veranstaltungen erhalten Sie unter der Tel. Nr. 01/401 25-55, Frau Michaela Müller-Wenzel, Wiener Kinderfreunde. (Schluss) ah/mm/mp

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