Pneumokokken-Schutzimpfung halbiert Pneumonie-Rate bei Kleinkindern in USA

Wien (OTS) - Im österreichischen Impfplan wird die generelle Pneumokokken-Schutzimpfung für Kleinkinder und Säuglinge seit 2003 empfohlen. Die Aufnahme in das Kinderimpfprogramm ist bislang aus Kostengründen gescheitert. Eine aktuelle US-Studie bestätigt jetzt erneut den großen Nutzen der Impfung. Dort hat sich nach der Einführung die Häufigkeit von Lungenentzündungen bei unter Zweijährigen nahezu halbiert.

Die Schutzimpfung mit dem Pneumokokken-Kinderimpfstoff wird in den USA bereits seit dem Jahr 2000 allen Babys empfohlen und breit eingesetzt. Forscher von renommierten Center for Disease Control (CDC) in Atlanta haben jetzt Pneumonie-Raten bei Kleinkindern unter zwei Jahren vor und nach Einführung der Impfung (1997 -2004) analysiert (Arch Ped Adolesc Med 161, 2007, 1162).

Ergebnisse bestätigen erneut Nutzen der Schutzimpfung

Die Ergebnisse der Studie, für die Krankenversicherungsdaten von Mitarbeitern großer US-Firmen und -Behörden analysiert wurden, bestätigen erneut den großen Nutzen der Schutzimpfung: kamen in den Stichproben zwischen 1997 und 1999 pro Jahr noch 11,5 von 1000 Kindern dieser Altersgruppe wegen Pneumonie in eine Klinik, hatte sich die Rate im Jahr 2004 auf 5,5 pro 1000 Kinder mehr als halbiert. Ein ähnlicher Rückgang war bei der Anzahl von Arztbesuchen im Zusammenhang mit Lungenentzündungen zu verzeichnen. Hier reduzierte sich die Rate der Arztkontakte in dieser Altersgruppe von 99,3 pro 1000 Kinder (1997 bis 1999) auf 58,5 pro 1000 Kinder im Jahr 2004. Für jedes Jahr der Studie wurden Daten von mehr als 4000 Kindern aus den gesamten USA analysiert (1).

Impfprogramm bringt beträchtliche Kosteneinsparungen

Nach Ansicht der Forscher stehen den Ausgaben für die Schutzimpfung beträchtliche Kosteneinsparungen für das Gesundheitssystem gegenüber. Hochgerechnet auf die gesamte US-Bevölkerung schätzen sie, dass vor Einführung der Impfung jährlich 688 Millionen US-Dollar für pneumoniekranke Kleinkinder ausgegeben wurden. Diese Summe habe sich bis 2004 auf 376 Millionen US-Dollar reduziert. Dies entspricht einem Rückgang von mit Pneumonien in Zusammenhang stehenden Gesundheitsausgaben von 45,3% oder 310 Millionen US-Dollar (1). "Aufgrund der länderspezifischen Verteilung der im Impfstoff enthaltenen Serotypen sind diese Ergebnisse zwar nicht 1:1 auf Österreich übertragbar", erklärt Dr. Martin Weißmann, Medical Director des Impfstoffherstellers Wyeth, "die medizinische Notwendigkeit und die Kosteneffektivität des Impfprogramms stehen allerdings außer Zweifel." Erst im Jänner 2008 setzte die WHO Pneumokokken-Infektionen gemeinsam mit Malaria auf Platz 1 jener Erkrankungen, die weltweit den größten Schaden anrichten und die durch eine Impfung vermeidbar wären (2).

(1) Fangjun Zhou, PhD et al: Health Care Utilization for Pneumonia in Young Children After Routine Pneumococcal Conjugate Vaccine Use in the United States, Arch Pediatr Adolesc Med/Vol 161 (no. 12), 1162-1168 (2) Weekly epidemiological record, 4 January 2008, No. 1, 2008, 83, 1-16

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