Schicker: neues Weltstadthaus von Peek & Cloppenburg

Wettbewerbsprojekte im Architekturzentrum ausgestellt

Wien (OTS) - Am Montag, dem 25. Februar 2008 eröffnete Planungsstadtrat Rudi Schicker gemeinsam mit der Unternehmensleitung der Peek & Cloppenburg KGvon P&C, Juryvorsitzendem Univ.-Prof. Arch. DI Rüdiger Lainer und dem Wettbewerbssieger Arch. David Chipperfield die Ausstellung zum P&C-Weltstadthaus Peek & Cloppenburg Kärntner Straße. Die Ausstellung ist noch bis 2. März 2008 täglich von 10 bis 19 Uhr im Architekturzentrum Wien - Halle F3, Museumsquartier, 7., Museumsplatz 1 zu sehen.

Planungsstadtrat Rudi Schicker hob anlässlich der Präsentation des Siegerprojektes hervor: "Die Kärntner Straße ist Teil des Weltkulturerbes der Innenstadt und steht damit unter dem Schutz der UNESCO. David Chipperfield hat mit seinem Projekt das Spannungsfeld zwischen moderner zeitgenössischer Architektur und historischer Bausubstanz hervorragend aufgelöst."

Dr. Horst Clemens, Generalbevollmächtigter der Peek & Cloppenburg KG ergänzte: "Weltstadtarchitektur ist für P&C von herausragender Bedeutung. Deswegen freuen wir uns ganz besonders, mit David Chipperfield einen der weltweit renommiertesten Architekten für das Projekt gewonnen zu haben."

Wettbewerb P&C- Weltstadthaus Kärntner Straße

Die architektonische Qualität seiner Weltstadthäuser ist dem Unternehmen ein zentrales Anliegen. Aus diesem Grund hat die Peek & Cloppenburg KG in Abstimmung mit der Stadt Wien für die Liegenschaft an der Kärntner Straße zwischen Johannesgasse und Himmelpfortgasse folgende renommierte Architekten zu einem Wettbewerb eingeladen:

o David Chipperfield - London Richard Meier & Partners - New York José Raphael Moneo - Madrid Eduardo Souto de Moura - Porto

In einem zweistufigen Verfahren wurde der Entwurf von David Chipperfield von der Jury als der Wettbewerbsgewinner gekürt.

Bei diesem Projekt im historischen Herzen von Wien stand die Frage im Vordergrund, wie das Kaufhaus von morgen aussehen soll:
Architektur als faszinierender Erlebnisraum, als Schnittpunkt urbaner Kräfte, als Ort des genussvollen Verweilens und Flanierens, als sinnliche Erfahrung von Raum, Licht und Material.

Weltstadthaus von David Chipperfield

Ausgangspunkt des Entwurfes ist der Gedanke eines "Hauses mit Fenstern" - die moderne, abstrahierte Interpretation einer klassischen Gebäudetypologie, die sich mit ihren Fassaden nicht als Solitär, sondern vor allem als Teil der übergeordneten Struktur des Straßssen- und Stadtraumes versteht. Ein Haus, das sich strukturell kraftvoll behauptet und durch die Wahl der Materialien und Proportionen eine beständige, institutionelle Identität schafft, das sich aber auch zurücknimmt und vor allem als Bestandteil der Straßenwand wirkt. Prägendes Material der Fassade ist ein heller, fein gestockter Donaukalk - ein für Wien typischer Kalkstein - der massiv aufgemauert, in seiner Materialität dem historischen Kontext Rechnung trägt.

Als Fortschreibung des benachbarten Bestands schließt das neue Gebäudevolumen den städtischen Block. In seiner rationalen Grundstruktur knüpft das Gebäude an die Tradition der späten Wiener Warenhäuser an. Auf subtile Art reagiert die Fassade auf die Gliederung der angrenzenden Häuser. Die Fensterproportionen sowie das Verhältnis von geschlossener Wand zu Öffnungen reflektieren die Fassaden der historischen Nachbargebäude. Im Erdgeschoss springt die sonst zurückliegende Glasebene nach vorn: Die Wandöffnung wird so zum Schaufenster an der Straßsse; im 4. Obergeschoss öffnet sich die Fassade mit einer Loggia zur Stadt.

Die sechs Verkaufsebenen werden vom Haupteingang an der Kärntner Straßsse über ein zentrales, von Tageslicht durchflutetes Atrium erschlossen. Den oberen Abschluss bildet eine transluzente Glas- und Bronzestruktur, die als "Lichtkrone" in der Tradition der großen Kaufhäuser des 19. Jahrhunderts steht und das Atrium räumlich als inhaltlichen Kontrapunkt zu den mit Textilien bestückten Verkaufsräumen setzt.

Realisierung

Mit der Errichtung des neuen Modehauses wird voraussichtlich noch 2008 begonnen. Bis Mitte 2010 soll das neue P&C- Weltstadthaus fertig sein.

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