OMV Bilanz 2007: Internationaler Wachstumskurs bringt 5. Rekordergebnis in Folge

Wien (OTS) -

  • EBIT um 6% auf EUR 2,18 Mrd; Periodenüberschuss nach Minderheiten um 14% auf EUR 1,58 Mrd gestiegen
  • EBIT 4.Q/07 um 25% auf EUR 492 Mio gegenüber 4.Q/06 gestiegen
  • Ergebnis je Aktie um 14% auf EUR 5,29 gestiegen
  • Klare Nr 1 Position in Mitteleuropa ausgebaut
  • Stabile Basis für weiteres Wachstum
  • Gut positioniert für verstärkten Wettbewerb in Mitteleuropa

Die OMV Aktiengesellschaft, Mitteleuropas führender Öl- und Erdgaskonzern, erzielte im Geschäftsjahr 2007 das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte: Der Umsatz des OMV Konzerns stieg um 6% auf EUR 20,04 Mrd, der Betriebserfolg (EBIT) erreichte EUR 2,18 Mrd und lag 6% über jenem des Vergleichzeitraumes des Vorjahres. Der EBIT-Beitrag der Petrom belief sich auf EUR 581 Mio. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten stieg um 14% auf EUR 1,58 Mrd. Der Cashflow stieg um 2% auf EUR 2,07 Mrd. Die Gearing Ratio beträgt 23,7%. OMV Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer: "Das gute Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres stellt erneut die Wachstumsdynamik unseres integrierten Öl- und Gaskonzerns unter Beweis. Wir sind geografisch, strategisch und finanziell bestens aufgestellt um unsere Strategie für 2010 konsequent weiterzuverfolgen. Die OMV ist überdies gut positioniert, um sich im verschärfenden Wettbewerb in Mitteleuropa weiter erfolgreich durchsetzen zu können. Wir nutzen diese Position, um zusätzlich zu unserer organischen Wachstumsstrategie eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess der Region zu spielen. Die Aufstockung unseres MOL Anteils ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Wir sind überzeugt, dass die Umsetzung unseres Vorschlags für eine Kombination mit der MOL hohe Synergien und langfristige Wertsteigerungen für die Aktionäre beider Unternehmen sichern würde. Dieses gemeinsame europäische Unternehmen würde die Versorgungssicherheit der Region maßgeblich stärken." Im Berichtszeitraum Jänner bis Dezember 2007 lagen die Gesamtinvestitionen inklusive des MOL Aktienkaufs bei EUR 4,12 Mrd (EUR 1,32 Mrd entfielen auf die Anteilserhöhung von 10% auf 20,2%) deutlich über jenen des Vergleichzeitraumes 2006 (2006: EUR 2,52 Mrd). Davon flossen EUR 1,36 Mrd in den E&P-Bereich, vor allem in die Feldesentwicklungen in Rumänien, Kasachstan, Österreich, Großbritannien und Neuseeland. EUR 1,28 Mrd wurden im Bereich R&M investiert. Diese beinhalten Investitionen in die Petrochemie in Burghausen und Schwechat sowie Qualitätsverbesserungsprojekte. Die Beteiligung an Petrol Ofisi wurde auf 39,58% per Ende Dezember 2007 erhöht. Im Bereich Erdgas wurden EUR 155 Mio investiert, hauptsächlich in den Ausbau der West-Austria-Gasleitung (WAG). Im Vergleich zum vierten Quartal 2006 ist der Umsatz 2007 um 11% auf rund EUR 5,73 Mrd, das EBIT um 25% auf EUR 492 Mio gestiegen. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten stieg um 8% auf EUR 318 Mio. Mit Ende Dezember 2007 waren 33.665 Mitarbeiter beim OMV Konzern (inkl. Petrom) beschäftigt. OMV Ergebnis 2007:

in EUR Mio Quartalsvergleich Jahresvergleich
4.Q 2007 4.Q Veränd. 2007 2006 Veränd. 2006 in % in % EBIT 492 394 +25 2.184 2.061 +6 EBIT bereinigt 688 561 +23 2.377 2.257 +5 EGT 514 444 +16 2.412 2.156 +12 Periodenüberschuss
nach Minderheiten 318 295 +8 1.579 1.383 +14 Umsatz 1) 5.728 5.156 +11 20.042 18.970 +6 Cashflow 498 295 +69 2.066 2.027 +2 Ergebnis je Aktie
in EUR 1,07 0,99 +8 5,29 4,64 +14 Mitarbeiter-
Innen 2) 33.665 40.993 - 33.665 40.993 -

1) Umsatz ohne Mineralölsteuer 2) Petrom MitarbeiterInnen: 28.233 Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie: Ausbau der Nr. 1 Position in Mitteleuropa

in EUR Mio 2007 2006 Veränd. in % Umsatz 16.312 17.253 - 5 EBIT 84 121 - 30 davon Petrochemie 63 128 - 51 EBIT bereinigt 224 219 + 3

Operative Kennzahlen 2007 2006 Veränd. in % Raffinerieeinsatz in Mio t 23,22 25,12 - 8 Raffinerie-Auslastungsgrad
gesamt in % 85 92 - 8 Raffinerie-Verkaufsmengen
gesamt in Mio t 21,42 22,97 - 7 Verkaufsvolumen Marketing
in Mio t 17,09 18,53 - 8

Der Geschäftsbereich setzte weiterhin auf qualitatives Wachstum im Tankstellengeschäft, das 2.538 Stationen umfasst. Der 20% Marktanteil in Mitteleuropa reflektiert die klare Nummer 1 Position in diesem Raum. Mit der Neupositionierung der VIVA-Shops als Genusswelt stärkt der Konzern seine Marktführerschaft bei Qualität und Service. Bis 2010 wird bis zu jede zweite Tankstelle in Mitteleuropa nach dem neuen kundenfreundlichen Konzept ausgestattet sein. Die Neueinführung von OMV BIXXOL soll das OMV Absatzvolumen bei Schmierstoffen kräftig steigern. Hier werden auch die Schmierstoffkapazitäten der türkischen Petrol Ofisi genutzt. Mit dem Ausbau des Geschäftssegments "Commercial Road Transport" errichtet die OMV in Mitteleuropa ein neues Tankstellennetz, das speziell auf die Bedürfnisse von Transportunternehmen zugeschnitten ist. Die erste Tankstelle wurde im März 2007 eröffnet. Außerdem wurde gemeinsam mit der Abu Dhabi Oil Refining Company, Takreer, und der finnischen Neste Oil eine Absichtserklärung für die Errichtung einer Anlage zur Herstellung von schwefelfreiem Basisöl in Abu Dhabi unterzeichnet. Der R&M-Bereichsumsatz fiel vor allem wegen der Raffineriestillstände. Im zweiten Quartal 2007: 22 Tage in Schwechat aufgrund der Reparatur der Rohöldestillationsanlage, 11 Tage stand ein Kompressor im Steam-Cracker in Burghausen still und Arpechim hatte einen geplanten 6-wöchigen Stillstand. Im vierten Quartal 2007: Ein 6-wöchiger Wartungsstillstand der gesamten Anlage in Burghausen mit einer darauf folgenden 3-wöchigen Anlaufphase sowie ein Wartungsstillstand in Petrobrazi. Eine um 5% niedrigere Nachfrage nach Heizöl beeinflusste ebenso den Umsatz. Die Raffineriestillstände, das schwächere Petrochemie-Ergebnis, der hohe Rohölpreis - der aufgrund des hohen Eigenenergiebedarfs vor allem das Petrom Ergebnis schwächte - und der höhere Nettosonderaufwand drückten das EBIT 30% unter 2006. Das EBIT vor Sondereffekten war jedoch etwas höher. Trotz in Summe höherer Raffineriemargen ging das Raffinerieergebnis zurück, vor allem auf Grund der Stillstände, die zu niedrigeren Mengen führten. Niedrigere Preise als in Rotterdam für Produkte wie Heizöl, vor allem in Deutschland aber auch in Österreich, waren eine weitere Belastung. Obwohl das Raffinerie EBIT in der Petrom negativ war, verbesserte es sich doch auf Grund von Reduktionen des Eigenenergieverbrauchs, einer verbesserten Produktenausbeute (mit einem höheren Dieselanteil) und positiver Lagereffekte. Auf Grund der Stillstände in Q2/07 und Q4/07 sowie geplant niedrigeren Exporten (mit niedrigen Margen) bei Petrom, fiel die Kapazitätsauslastung auf 85%. Die gesamten Raffinerieverkaufsmengen sanken um 7%. Das Petrochemie-Ergebnis West (ohne Petrom) war deutlich schwächer und reflektierte vor allem niedrigere Petrochemiemengen und geringere Margen. Das Marketing EBIT vor Sondereffekten konnte verglichen zum Ergebnis 2006 deutlich verbessert werden. Restrukturierungserfolge sind bei Petrom nun sichtbar, der Durchsatz pro Tankstelle stieg von 2,4 Mio Liter auf 3,2 Mio Liter, was sogar über dem für 2010 angepeilten Ziel von 3 Mio Litern liegt. Während die Tankstellenmargen leicht über 2006 lagen, war dies bei den Margen im Kundengeschäft nicht der Fall. Das Non-Oil-Geschäft lieferte, unterstützt vom Roll-out des neuen VIVA-Shop-Konzepts, einen signifikanten Beitrag. Niedrigere Mengen im Kundengeschäft konnten durch höhere Tankstellenmengen nicht kompensiert werden, was in Summe zu einem 8%igen Rückgang der Marketingmengen führte. Exploration und Produktion: Internationales Portfolio weiter ausgebaut

in EUR Mio 2007 2006 Veränd. in % Umsatz 4.247 3.968 + 7 EBIT 1.933 1.908 + 1 EBIT bereinigt 1.978 1.974 0

Operative Kennzahlen 2007 2006 Veränd. in % Gesamtproduktion in Mio boe 117,2 118,4 - 1 Gesamtproduktion in boe/dm 321.000 324.000 - 1 Rohöl- und NGL-Produktion
in Mio bbl 59,8 61,6 - 3 Erdgasproduktion in Mio boe 57,4 56,8 + 1 Durchschnittlicher realisierter
Rohölpreis in USD/bbl 66,27 58,07 + 14

Im Geschäftsjahr 2007 baute der Bereich seine Position in den Kernregionen mit dem Erwerb neuer Lizenzen weiter aus. Offshore Explorationslizenzen wurden in Norwegen, Großbritannien, Irland, Ägypten, Australien und Neuseeland erworben. In Großbritannien wurde ein Ölfund erfolgreich getestet. In Rumänien zeigten die Restrukturierungsmaßnahmen positive Ergebnisse, wobei Funde getätigt und der Produktionsabfall bei Öl gestoppt wurden. In Libyen tätigte die OMV zwei Ölfunde im Explorationsblock NC200 in der südlichen Sahara. In Pakistan baute der Konzern seine Position weiter aus. Im Gasfeld Sawan konnte die Verkaufsmenge durch zusätzliche Bohrungen und Anlagenoptimierung um mehr als 15% gesteigert werden. Mit den erfolgreichen Bohrungen Latif-1 nahe dem Sawan Gasfeld und Tajjal-1 im Block Gambat stieß das Unternehmen erneut auf Gas. In Österreich werden bis 2009 EUR 120 Mio in die Erneuerung der Produktionsanlagen im Wiener Becken investiert. Ziel ist die langfristige Sicherung der Öl- und Erdgasproduktion in diesem Gebiet. Mit der International Petroleum Investment Company (IPIC) wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsame Upstream-Projekte im Mittleren Osten, Nordafrika und der Kaspischen Region zu verfolgen. In der Region Kurdistan im Irak erwarb die OMV zwei Explorationslizenzen. Mit Libyens NOC unterzeichnete die OMV eine Absichtserklärung für die Neuentwicklung großer Ölfelder. Mit den geplanten Investitionen soll die Ölproduktion aus diesen Vertragsgebieten substanziell erhöht und für die nächsten Jahrzehnte gesichert werden. Mit dem slowakischen Öl- und Gasunternehmen NAFTA a.s. unterzeichnete die OMV Verträge mit der Zielsetzung, den slowakischen Teil des Wiener Beckens gemeinsam zu explorieren. Der Bereichsumsatz stieg vor allem durch höhere Verkaufsmengen. Der Rohölpreis Brent stieg im Vergleich zu 2006 um 11%, in EUR hingegen betrug der Anstieg lediglich 2%. Der durchschnittlich erzielte Rohölpreis des Konzerns stieg um 14% auf USD 66,27/bbl. Der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis in EUR stieg um 15% und spiegelt den Gaspreisanstieg in Rumänien wider. Das EBIT konnte auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr gehalten werden. Der geringere Beitrag von Petrom in Folge niedrigerer Mengen und negativer Wechselkursentwicklungen wurde durch höhere Preise sowie höhere Produktionsmengen vor allem in Neuseeland und Libyen kompensiert. Sondereffekte entstanden in 2007 durch die Rückgängigmachung der außerplanmäßigen Abschreibung des Feldes Sinelnikovskoe in Kasachstan, den Verkauf des Feldes Cherugi in Tunesien, die Abschreibung des Suilven Feldes in Großbritannien, Maßnahmen zur Personalrestrukturierung in Österreich und Rumänien, die Auflösung einer Rückstellung für eine Düngemittelanlage der Petrom sowie einer Rückstellung für Prozessrisiken. Die OPEX (Produktionskosten exkl. Lizenzgebühren) in USD/boe stiegen im Vergleich zu 2006 um 18%. Die OPEX von Petrom erhöhten sich, hauptsächlich auf Grund des Wechselkurseinflusses und der niedrigeren Produktionsmenge, um 23%. Die Explorationsausgaben lagen um 65% höher als in 2006, vor allem durch die Steigerung der Aktivitäten von Petrom (Rumänien und Russland), sowie in Norwegen, Großbritannien, Australien und Neuseeland. Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas sank leicht um 1%. Die Erdöl- und NGL-Produktion lag durch den Verkauf der Assets in Ekuador in Q4/06, die Vertragsänderung in Venezuela in Q2/06 sowie Mindermengen in Rumänien um 3% unter 2006. Die Erdgasproduktion stieg um 1%. Die Gasproduktionsmengen von Petrom wurden durch die vom milden Winter in Q1/07 beeinflusste niedrigere Nachfrage, durch Schwierigkeiten in der Produktion und durch hohen Leitungsdruck in Folge saisonalbedingt niedrigerer Gasabsatzmengen in den Sommermonaten belastet. Per 31. Dezember 2007 betrugen die sicheren Öl- und Gasreserven 1.216 Mio boe (davon Petrom: 894 Mio boe), die sicheren und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven beliefen sich auf 2.036 Mio boe (davon Petrom: 1.435 Mio boe). Aufgrund der 3-Jahres-Durchschnittsberechnung der Reserven fiel per Ende 2007 die Erstbuchung der Petrom (Ende 2004) heraus, wodurch die weltweite Reservenersatzrate auf 46% (2006: 406%) sank. Erdgas: Internationales Wachstum vorangetrieben

in EUR Mio 2007 2006 Veränd. in % Umsatz 3.096 2.071 + 50 EBIT 244 135 + 81 EBIT bereinigt 250 135 + 85

Operative Kennzahlen 2007 2006 Veränd. in % Verkaufsmengen Erdgas in Mrd m3 13,07 14,11 - 7 Durchschnittlich verkaufte
Speicherkapazität m3/h 771.286 672.400 +15 Verkaufte Gastransit-Kapazität
in Mrd m3 52,00 46,90 + 11

Im Mai 2007 unterzeichneten die OMV und Gazprom eine Absichtserklärung zur weiteren Zusammenarbeit im Erdgasbereich. Damit bekundeten beide Unternehmen ihr Interesse, beim Central European Gas Hub (nicht zu verwechseln mit dem physischen Erdgasknoten Baumgarten, der zu 100% im Besitz der OMV bleibt) und bei zukünftigen Erdgasspeicherprojekten enger zu kooperieren. Am 25. Jänner 2008 wurde die 50% Beteiligung der Gazprom am Trading Hub finalisiert. Dadurch soll sich der CEGH als wichtigster Trading Gashub Kontinentaleuropas etablieren. Das gemeinsame Ziel ist die Erhöhung der Versorgungssicherheit Europas. Mit Konsortialpartnern gründete die OMV die Gesellschaft Adria LNG d.o.o. zum Bau eines LNG-Regasifizierungsterminals auf der kroatischen Insel Krk. Der neue Regasifizierungsterminal wird anfänglich eine Kapazität von rund 10 Mrd m" pro Jahr erreichen. Weiters erwarb der Konzern eine 5%-Beteiligung am geplanten Liquefied Natural Gas (LNG) Terminal in Rotterdam. Das EBIT des Bereichs Erdgas erhöhte sich vor allem auf Grund der Vollkonsolidierung von EconGas und der hervorragenden Performance des Logistikgeschäfts aber auch dank besserer Ergebnisse von Petrom um 81%. Das EBIT des Marketing und Tradinggeschäfts stieg durch die Konsolidierung von EconGas sowie verbesserter Ergebnisse von Petrom um 106%. Gegen den Markttrend in Rumänien stiegen bei Petrom die Verkaufsmengen im Vergleich zu 2006 auf Grund der Flexibilität, Kraftwerke auch kurzfristig beliefern zu können. Die gesamten Marketing- und Tradingmengen wurden durch die Umgestaltung der russischen Lieferverträge sowie das generell schwächere Gasumfeld in Österreich negativ beeinflusst. Der relativ warme Winter in Q1/07 konnte durch erhöhte Geschäftsaktivitäten von EconGas auf den internationalen Gasmärkten kompensiert werden, was in weiterer Folge die Wettbewerbsposition des Marketing und Tradinggeschäfts gestärkt und eine solide Basis für das kommende Jahr geschaffen hat. Das Logistikgeschäft profitierte von höheren Mengen in Transport und Speicher. Der Verkauf von Transportkapazitäten erhöhte sich vor allem auf Grund der erhöhten Kapazität durch die Inbetriebnahme des TAG Loop II Ende 2006 und der Inbetriebnahme einer Erweiterung der WAG in Q4/07, sowie der optimierten Vermarktung der Transportkapazität anderer Gasleitungen. Weiters verbesserte sich das Transportgeschäft auf Grund einiger kurzfristiger, Verträge in Q3/07. Eine deutliche Ergebnisverbesserung konnte im Speichergeschäft erzielt werden, da als Folgeerscheinung des kalten Winters 2005/06 hohe Kapazitäten für 2007 gebucht wurden. Daher lag die durchschnittlich verkaufte Speichermenge und Kapazität über dem Vorjahrsniveau. Ausblick 2008 Die OMV wird weiterhin konsequent die Umsetzung der 2010 Strategie vorantreiben. Darüber hinaus werden die Schwerpunkte 2008 konzernweite Kosteneinsparungsprogramme sowie weiterführende Restrukturierungs- und Modernisierungsprogramme von Petrom sein. Nach den ersten sichtbaren Erfolgen des E&P-Modernisierungsprogramms in der Petrom werden für das Jahr 2008 in Rumänien steigende Produktionsmengen erwartet. In den Petrom Raffinerien werden zwar schrittweise Verbesserungen auf Grund von laufenden Restrukturierungsinvestitionen erwartet, größere Ergebnisverbesserungen sind jedoch erst nach Abschluss der Großinvestitionen ab 2011 möglich. Es wird erwartet, dass die wichtigsten Marktparameter wie Erdölpreis, Raffineriemargen und USD-Wechselkurs in 2008 weiterhin sehr hohe Volatilität aufweisen. Der Rohölpreis und der Preisunterschied zwischen den Urals- und Brent-Rohölnotierungen 2008 sollten bei starken kurzfristigen Schwankungen auf dem Niveau des Vorjahrs liegen. Die USD/EUR-Rate wird auf dem Niveau von 2007 bleiben, während eine Abschwächung des RON gegenüber dem EUR und dem USD angenommen wird. Die Raffineriemargen werden 2008 etwas unter dem Niveau des Vorjahrs gesehen. Im R&M Bereich ist für 2008 der Abschluss der Restrukturierung des Bayernoil Raffinerieverbunds geplant: Dabei wird der Raffineriestandort Neustadt im Sommer für rund einen Monat abgestellt und im Q3/08 der Standort Ingolstadt stillgelegt, wodurch sich die Raffineriekapazität von Bayernoil von 12 Mio Tonnen auf 10,5 Mio Tonnen (davon 45% OMV Anteil) reduzieren wird. Die Effizienz des Bayernoil Raffinerieverbunds wird mit der Installation des neuen Hydro-Crackers, der eine Erhöhung des Anteils schweren Rohöls am Einsatzmix sowie des Mittel-Destillat-Anteils am Produktenausstoß ermöglicht, gesteigert. In Schwechat können mit der Fertigstellung der Thermal-Gasoil-Anlage Ende 2008 vermehrt schwere Rohöle eingesetzt werden. Weiters wird die Absenkung des Schwefelgehalts für Heizöl extra leicht auf 10 ppm in Schwechat ermöglicht. Dem gleichen Zweck dient der Umbau der Entschwefelungsanlage in Burghausen. Um den Petrochemiestandort Burghausen langfristig zu stärken wird der Bau der Ethylen Pipeline Süd in Süddeutschland fortgeführt. Im Marketing wird eine knapp über dem Vorjahrsniveau liegende Margensituation erwartet. Vor allem in den osteuropäischen EU-Ländern ist auch mit einer weiterhin steigenden Nachfrage zu rechnen. Dadurch und auf Grund der kontinuierlichen Qualitätssteigerung des Tankstellennetzes sollten die Absatzmengen sowie der Non-Oil-Beitrag im Marketingbereich leicht ansteigen. Nach leichten Produktionsrückgängen 2007 werden steigende E&P-Mengen erwartet. Der Fokus wird vor allem auf den Feldentwicklungen in Neuseeland (Maari), Kasachstan (Komsomolskoe), im Jemen (Habban), Österreich (Strasshof und Ebenthal) sowie Libyen (jüngste Funde) liegen. Die Modernisierung der Förderanlagen in Rumänien wird fortgesetzt, ebenso die Verbesserung der Produktionsprozesse. Die höheren Öl- und Gasmengen werden im Wesentlichen von Produktionsstarts in Neuseeland und Kasachstan im zweiten Halbjahr 2008 sowie von den Produktionssteigerungen im Jemen und in Rumänien resultieren. Eine der Kerninitiativen wird die Integration der kürzlich akquirierten Ölservice-Aktivitäten von Petromservice sein. Petrom ist so nun in der Lage die Modernisierung dieser Aktivitäten zur Steigerung der Qualität und Effizienz der Produktion sowie die Reduktion der Produktionskosten direkt zu steuern. Die teils durch den Ölpreis getriebenen Kosteninflationstendenzen der Ölindustrie werden auch in 2008 anhalten. Die Modernisierungsprogramme bei Petrom, die konzernweiten Kostensenkungsinitiativen sowie die steigenden Produktionsmengen sollen die Produktionskosten je Fass positiv beeinflussen. Im Geschäftsbereich Erdgas wird 2008 die Internationalisierung konsequent weiter umgesetzt. Der Fokus wird auf der Ausweitung der Handelsaktivitäten an internationalen Handelsplätzen sowie auf dem Endkundengeschäft liegen. Der Eintritt in neue Handelsmärkte innerhalb des europäischen Wachstumsgürtels wird evaluiert. Diese Entwicklung wird unterstützt durch die lokale Präsenz von EconGas in Österreich, Deutschland, Italien und Ungarn sowie durch das Wachstum des Gasgeschäfts von Petrom in Rumänien. Um die Versorgungssicherheit zu stärken und die Wachstumsstrategie zu unterstützen, wird die Diversifizierung der Gasversorgung auf Basis internationaler Logistik- und LNG-Projekte vorangetrieben. Im Geschäftsfeld Logistik wird die Bedeutung Österreichs als eine der zentralen Drehscheiben in Europa durch den Ausbau der Transitleitungen, das rasante Wachstum des Central European Gashub (CEGH) und die geplanten Speicherprojekte weiter gestärkt. Die Bedeutung dieser Drehscheibe wird durch das Projekt Nabucco - eines der zentralen europäischen Infrastrukturprojekte - nochmals gesteigert. Diese Pipeline verfolgt das Ziel, eine zusätzliche Erdgasversorgung Europas durch den Anschluss an den Kaspischen Raum und den Mittleren Osten sicherzustellen. Die Bewilligung der Ausnahmeregelung um die bei den nationalen Regulierungsbehörden und bei der Europäischen Kommission angesucht wurde so diese zu den vom Konsortium geforderten Bedingungen erfolgt - sowie der Open Season Prozess und daraus resultierende erste Transportverträge werden die Basis der endgültigen Investitionsentscheidung darstellen. Weiters wird die Fertigstellung der Machbarkeitsstudien für das Adria LNG-Projekt erwartet. Gaskraftwerke sind einer der wesentlichen Wachstumstreiber für die Erdgasnachfrage in Europa. Die OMV geht davon aus, dass zusätzliche Wertsteigerung durch eine Ausweitung der Wertschöpfungskette im Geschäftsfeld Gas-Downstream ermöglicht wird. In diesem Zusammenhang werden Kraftwerksprojekte in Verbindung mit den Raffinerien in Rumänien und Deutschland fortgeführt bzw. evaluiert. Der Baubeginn des Gaskraftwerks Petrobrazi in Rumänien markiert einen diesbezüglichen Meilenstein im Jahr 2008. Im Zuge der verstärkten Power-Aktivitäten wird der Geschäftsbereich Erdgas in Gas und Power (G&P) umbenannt. Auf Grund der herausfordernden und ambitionierten Wachstumsziele, der fortgesetzten Modernisierung der Petrom Aktivitäten und des steigenden Kostenniveaus in der Ölindustrie plant die OMV durchschnittliche Investitionen von rund EUR 3 Mrd pro Jahr bis 2010. Alle Investitionsentscheidungen basieren auf wertorientierten Kennzahlen. Dies ist eine Voraussetzung zur Erreichung eines ROACE Ziels von 13% über einen Geschäftszyklus mit durchschnittlichen Marktindikatoren zu erreichen. OMV, als bedeutendster Anteilseigner von MOL, ist daran interessiert, dass MOL’s Aktionäre wieder die Möglichkeit erhalten, über die Zukunft des Unternehmens selbst zu entscheiden. Aus diesem Grund beabsichtigt OMV bei der Hauptversammlung von MOL am 24. April 2008 verschiedene Anträge zur Beschlussfassung vorzulegen. Diese Anträge verfolgen das Ziel, die Transparenz bezüglich der Handlungen des MOL Vorstands zu erhöhen sowie die Einhaltung international gültiger Corporate Governance Standards sicherzustellen. Die Anträge sind auf der letzen Seite dieses Berichts zusammenfassend dargestellt und im Detail auf der OMV Homepage www.omv.com/Investor_Relations abrufbar. Weitere Informationen: OMV wird Anträge zur Beschlussfassung bei der MOL Hauptversammlung 2008 vorlegen OMV ist nach wie vor über die Maßnahmen beunruhigt, die der MOL Vorstand in den vergangenen acht Monaten entgegen die Interessen seiner Aktionäre getroffen hat. Am 20. Dezember 2007 kündigte MOL an, einen 7%igen Anteil am Unternehmen zu einem effektiven Preis von HUF 18.540 1) je Aktie an CEZ zu verkaufen. Dies stellt nur die letzte einer Serie von Handlungen dar, die nicht nur wertvernichtend erscheinen, sondern auch gegen grundlegende Regeln der guten Corporate Governance verstoßen. Einige von MOLs Handlungen hatten das Ziel, dem Vorstand die Kontrolle über das Unternehmen auf Kosten der Aktionäre zu übertragen. In Anbetracht der Bereitschaft des MOL Vorstands, solche Handlungen durchzuführen, wird einmal mehr die Notwendigkeit unterstrichen, dass die Einhaltung wesentlicher Grundsätze guter Corporate Governance durch den Unternehmensvorstand sichergestellt werden müssen. OMV, als bedeutendster Anteilseigner von MOL, ist daran interessiert, dass MOLs Aktionäre wieder die Möglichkeit erlangen, über die Zukunft des Unternehmens selbst zu entscheiden. Aus diesem Grund beabsichtigt OMV bei der Hauptversammlung von MOL am 24. April 2008 verschiedene Anträge zur Beschlussfassung vorzulegen. Diese Anträge, wie nachfolgend zusammengefasst, verfolgen das Ziel, die Transparenz bezüglich der unternommenen Transaktionen und getroffenen Vereinbarungen des MOL Vorstands zu erhöhen sowie die Einhaltung international gültiger Standards guter Corporate Governance sicherzustellen.

1. Aufforderung der MOL Aktionäre, dass der Vorstand die Vereinbarungen über "quasi-eigene" Aktien mit BNP Paribas SA, OTP Bank Plc, MFB Invest Zrt., Magnolia Fi-nance Ltd und CEZ MH BV innerhalb von sechs Monaten nach der Hauptversammlung aufkündigt, und dass diese vollumfänglich als eigene Aktien gemäß dem ungarischen Unternehmensgesetz zu behandeln sind, insbesondere im Hinblick auf die Berücksichtigung des Stimmrechtsverbots sowie den Verlust auf Dividendenanspruch.

2. Ernennung eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers zur Revision der Vereinbarungen über "quasi-eigene" Aktien, die vom MOL Vorstand eingegangen wurden.

3. Zeitnahe Veröffentlichung detaillierter Abstimmungsberichte der Hauptversammlung 2008, um allen MOL Aktionären präzise Information über die Identität der Aktionäre, deren Stimmrechte sowie Stimmverhalten bei der Hauptversammlung zu geben.

Weitere Informationen zu den Tagesordnungspunkten und Anträgen können unter www.omv.com/Investor_Relations abgerufen werden. Durch die Einreichung dieser Anträge verleiht OMV ihrer Missbilligung der jüngsten Handlungen des MOL Vorstands Nachdruck. Zudem ersucht OMV den MOL Vorstand, den Aktionären die eingebrachten Anträge leicht zugänglich und zeitnah zur Verfügung zu stellen und sie über diese abstimmen zu lassen. 1) CEZ hat die Zahlung von ca. EUR 560 Mio für insgesamt 7,68 Mio Aktien von MOL bekannt gegeben. Dies entspricht einem Preis pro Aktie in Höhe von ca. HUF 18.540 (Quelle: CEZ Pressekonferenz vom 20. Dezember 2007; der Aktienkurs basiert auf einem Wechselkurs von HUF/EUR 254,3 am Tag der Veröffentlichung.) Rückfragehinweis:

OMV
Presse: Bettina Gneisz Tel.: 0043 1 40 440 21660
E-Mail: bettina.gneisz@omv.com
Thomas Huemer Tel.: 0043 1 40 440 21660
E-Mail: thomas.huemer@omv.com

Investoren/Analysten:
Ana-Barbara Kuncic Tel.: 0043 1 40 440 21600
E-Mail: investor.relations@omv.com

Internet: http://www.omv.com

Financial Dynamics
London
Charles Armitstead Tel.: +44 207 269 7275

~

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OMV0001