Windwurf: LK Steiermark warnt vor Preisdumping

Wlodkowski an Holz- und Sägeindustrie: Notlage der Waldbesitzer nicht ausnützen

Graz (OTS) - Der steirische Landwirtschaftskammer-Präsident
Gerhard Wlodkowski verurteilt die Vorgangsweise der Säge- und Holzindustrie im Zuge der Windwurf-Katastrophe und warnt vor Preisdrückern, die die Notlage der Waldbesitzer ausnützen. Wlodkowski appelliert an die heimischen Waldbesitzer, trotz der schwierigen Situation die Nerven nicht zu verlieren und Dumping-Angebote einzelner Holzhändler nicht anzunehmen.

Krisenplan "Operation Paula" ist einzige Alternative zu unseriösen Holzpreisen

"Einzelne Holzhändler betreiben auf Kosten der Bauern ein böses Preisspiel, ihnen muss das Handwerk gelegt werden", kritisiert der Präsident. Die einzige Alternative zum Preisdumping sei eine aktive Teilnahme am Krisenplan "Operation Paula". Bisher haben sich nach zahlreichen Informationsveranstaltungen der Landwirtschaftskammer und des Waldverbandes bereits hunderte Waldbesitzer zur Teilnahme entschlossen. "Dieser Krisenplan bietet eine sichere Holzabnahme sowie stabile Holzpreise unabhängig vom Aufarbeitungszeitpunkt. Außerdem schützt 'Operation Paula' vor zu teuren Aufarbeitungskosten und nicht nachvollziehbarer Holzklassifizierung. Bis 22.02.2008 können sich die Waldbesitzer noch anmelden", informiert der Präsident.

"Namhafte Vertreter der Säge- und Holzindustrie haben eine gemeinsame Vorgangsweise für eine koordinierte Holzabnahme und eine faire Holzpreispolitik vereitelt", zeigt sich Wlodkowski enttäuscht. Durch eine geschlossene, gemeinsame Vorgangsweise der Industrie mit den Waldbesitzern wäre dieses lokale Windwurf-Ereignis ohne zusätzlichen Schaden für alle Beteiligten zu bewältigen gewesen. (Schluss)

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